Es sind keine Neuigkeiten, dass es um den einstigen Wirtschaftsriesen Thyssen-Krupp nicht gut gestellt ist.  Der Konzern sucht weiterhin akribisch an einer neuen Zukunftsstrategie. In den letzten Monaten gab es zahlreiche Spekulationen über mögliche Fusionen und Veräußerungen der einzelnen Geschäftsbereiche.

Thyssen Krupp Aktienkurs

Das Unternehmen lotet derzeit viele verschiedene Option aus, um den Konzern neu aufzustellen. Auf der Hauptversammlung Ende Januar stellte die neue Thyssen-Chefin Martina Merz ihre Zukunftsvision vor. Sie stimmte die Aktionäre auf einen langwierigen und möglicherweise schmerzhaften Umbau ein. Der Verkauf der Aufzugssparte ist dabei bereits beschlossene Sache und wurde Ende Februar abgeschlossen. Mit den Einnahmen von 17 Milliarden Euro sollte der Umbau des Konzerns finanziert werden. Der Verkauf der Fahrstuhlsparte wiegt allerdings schwer, schließlich ist die Sparte die Cashcow des Konzerns. Das Geld muss deshalb sinnvoll investiert werden. Der Stahlbereich soll wieder zum Kerngeschäft werden.

Die Geschäftsentwicklung von Thyssenkrupp war im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2019/2020 maßgeblich von ersten Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Insbesondere die schwache Autokonjunktur sowie Preis- und Mengeneinbußen in den Werkstoffgeschäften machten sich negativ bemerkbar. Vor diesem Hintergrund ging der Auftragseingang um 8 % auf 15 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr zurück. Der Umsatz fiel um 4 % auf 15,9 Milliarden Euro. Trotz sofortiger Gegenmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie wurde ein Verlust von 443 Millionen Euro verbucht.

Weitere Aufspaltung möglich

Nach der gescheiterten Fusion mit Tata Steel sollte der Stahlbereich künftig zusammen mit dem Handel eine überdurchschnittliche Rolle im Konzern spielen.  Das Management von Thyssenkrupp will nun offenbar einen zweiten Anlauf für eine Fusion des Stahlbereich unternehmen. Die Gespräche sollen bereits im vollen Gang sein.  Zu den Interessenten zählten unter anderem die chinesische Baosteel, SSAB aus Schweden sowie erneut Tata Steel Europe.

Eine deutsche Stahlallianz mit Klöckner oder Salzgitter wurde in der Vergangenheit ebenfalls diskutiert und könnte wieder eine Option darstellen.

Offen ist und bleibt die grundsätzliche Ausrichtung.  Die meisten Sparten innerhalb des Konzernes haben nicht die kritische Größe, um wettbewerbsfähig zu sein. Die Bereiche Automobil, Industriekomponenten, Marineschiffbau oder der Anlagenbau könnten auch komplett zum Verkauf gestellt werden. Der Konzern würde also ein völlig neues Gesicht erhalten.

Für den Anlagenbau scheint das Management bereits eine Entscheidung getroffen zu haben. Es wird aktiv nach einem Käufer gesucht und erste indikative Angebote sind bereits eingegangen. Auch für große Teile des Komponentengeschäfts sucht der Konzern Partner.

Thyssen Krupp Aktien Chart

Quelle: CMC Markets Plattform, 18.05.2020

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Italien0,10% (mind. EUR 5)5:1Täglich 09:00-17:25
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Singapur0,10% (mind. SGD 10,00)5:1Täglich 02:00-10:00
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