Marktupdate: DAX bleibt unter Druck / Proteste für Demokratie in China belasten Hang Seng, Deutsche und US-Inflationsdaten im Fokus
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Während die Kursgewinne an den US-Börsen in den letzten Stunden des Handels am Freitag bei den Anlegern etwas Optimismus schüren, dämpfen weiterhin die Sorgen um die chinesische Wirtschaft sowie der Europa’s die Stimmung. Hinzu kamen am Wochenende noch die Bedenken um die politische Stabilität des Riesenreiches, nachdem es in Hong Kong zu einer größeren Demonstration für Demokratie gekommen ist, die von der dortigen Polizei unter anderem mit Tränengans beantwortet wurde. So gab der Hang Seng über 2 Prozent* ab und auch die US-Futures geben aktuell einen Teil ihrer Gewinne vom Freitag wieder ab. Mit diesen Vorgaben fiel der DAX am Vormittag im Tief bis auf rund 9.430 Punkte zurück, bevor eine Erholungsbewegung den deutschen Leitindex wieder über das 50%-Fib-Retracement bei 9.477 Punkten hob. Aktuell verläuft an diesem charttechnischen Kursniveau auch eine bullische Fib-Fächerlinie aus dem Jahrestief. Sollte diese ebenfalls halten, könnte das dem Kurs Schwung zu einem Test der 9.600-Punkte-Marke geben. Ein Bruch der Unterstützung könnte wiederum zu weiteren Kursverlust bis zur 9.400-Punkte-Marke führen. Diese Woche verspricht aufgrund der EZB-Sitzung am Donnerstag und den US-Nonfarm-Payrolls am Freitag spannend zu werden und den Börsen wichtige Impulse zu liefern. Die Marktteilnehmer hoffen, dass die Europäische Zentralbank die liquiditätsgetriebene Rallye der Märkte mit zusätzlichen Stimuli weiter befeuert. Die größte Hoffnung liegt hier auf einem massiven Anleihekaufprogramm nach US-amerikanischen Vorbild. Auf der anderen Seite erhoffen sich die Anleger von den Nonfarm-Payrolls Hinweise darauf, wann die Zinswende in den USA kommen könnte. Nach einem Aufbau von lediglich 142.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft im August, könnten die Zahlen am Freitag Hinweise darauf liefern, ob es sich um einen Ausreißer handelte oder eine ablassende Dynamik am US-Arbeitsmarkt erkennbar wird. Heute richtet sich der Fokus auf die Inflationszahlen aus Deutschland und in Form der PCE-Inflation aus den USA. In Deutschland scheinen sich die seit Monaten abnehmenden Werte für das Geschäftsklima und Verbrauchervertrauen zunehmend auch in schwächeren Wirtschaftsdaten niederzuschlagen. Auch in der Teuerungsrate der Verbraucherpreise könnte sich dies abzeichnen. Analysten erwarten für den September auf Monatssicht einen Rückgang der Inflation um 0,1 Prozent***. Morgen werden dann die entsprechenden Zahlen für den Euroraum veröffentlicht, die eine sehr niedrige Inflation von lediglich 0,3 Prozent*** auf Jahressicht ausweisen könnten. Allerdings könnte dies den Druck auf EZB-Präsident Mario Draghi, die europäische Geldpolitik weiter zu lockern, erhöhen. Einer der Hauptprofiteure der Spekulationen über eine Divergenz in der Geldpolitik der Währungsräume ist der USD, der gegen den EUR zuletzt auf ein 22-Monats-Hoch gestiegen ist. Unter den Einzelwerten findet sich die Commerzbank mit einem Minus von etwa 3,8 Prozent* als Schlusslicht im DAX wieder. Laut dem „Wall Street Journal“ ermitteln die US-Behörden wegen angeblicher Geldwäsche gegen das deutsche Finanzinstitut. Vorbörslich handelt sowohl der S&P 500 als auch der Dow Jones aktuell mit einem Abschlag gegenüber den jeweiligen Schlusskursen vom Freitag. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. 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