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Analysis

Nach 1900% Rally – ist diese Wasserstoffaktie zu mehr fähig?

CMC Markets

Dass Wasserstoff ein Trend der Zukunft ist, dürfte mittlerweile jedem klar sein. Schon seit längerer Zeit wird Wasserstoff in der Industrie als Energieträger verwendet. In der nächsten Phase gilt es den reinen Wasserstoff in geeigneten Anwendungen massentauglich zu machen. Wasserstoff bietet großes Potenzial für die Mobilitätswende. Weg vom Öl, hin zu sauberen Autos - wenn es gelingt Fahrzeugantriebe und saubere Energiegewinnung herzustellen.

Ein Unternehmen, dass sich mit dieser Wasserstofftechnologie beschäftigt ist der kanadische Brennstoffzellenhersteller Ballard Power. Nicht nur technologisch und produktspezifisch sind solche Firmen für die Zukunft interessant, sondern auch an der Börse sind diese Unternehmen zu einem heißen Thema geworden. Die Aktien von z. B. Ballard Power konnten im Zuge dieser Euphoriewelle in den vergangen vier Jahren um insgesamt 1923 % zulegen. Eine atemberaubende Performance.

Tesla als Vorbild

Anfang September kündigte Ballard an bis zu 250 Millionen US-Dollar durch eine "at-the-Market" –Kapitalerhöhung veräußern zu wollen. Laut einer Pressemitteilung werden diese Stammaktien dabei von Zeit zu Zeit nach Ermessen des Unternehmens aus dem Eigenbestand ausgegeben, der Verkaufspreis richtet sich dabei nach dem jeweils aktuellen Marktpreis. Durch dieses Vorgehen spart sich Ballard Power unter Umständen einen Teil der Kosten, die sonst im Rahmen einer klassischen Kapitalerhöhung anfallen würden. Der Nettoerlös durch diese Maßnahme soll dabei für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden. Ein ähnliches Vorgehen hat im September auch der Elektroautobauer Tesla angekündigt und durchgeführt.

Das Unternehmen nutzt also den starken Kursanstieg der Aktien in den vergangenen Monaten, um frisches Kapital über die Börse einzusammeln.

Ballard Power Aktienkurs

Die Aktionäre von Ballard scheinen von diesen Neuigkeiten nicht begeistert zu sein. Eine Aktienemission in Höhe von 250 Mio. USD verspricht, sofern sie vollständig durchgeführt wird, die derzeitigen Ballard-Aktionäre von etwa 6,5 % ihrer Beteiligung an dem Unternehmen zu verwässern.

Die Aktien alternativer Energieversorger – Brennstoffzellenaktien und Konkurrenten wie Plug- und FuelCell-Investoren scheinen ebenfalls nicht begeistert zu sein - vielleicht befürchten sie, als nächstes an der Reihe sind, da die Unternehmen ebenfalls Geld benötigen, da sie weiterhin operative Verluste schreiben.

Und doch hat Ballards Schritt eine gewisse Logik – und wenn Plug und FuelCell beschließen, mit eigenen Aktienemissionen dem Beispiel Ballards zufolgen, wäre das auch eine logische Konsequenz.

Derzeit verdient keines dieser Unternehmen Geld. Grundsätzlich ist es daher selbstverständlich, dass sie irgendwann Aktien verkaufen müssen, um Geld einzusammeln, um die Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten. Es ist also besser, sie zu einem hohen Aktienkurs zu verkaufen, der die Verwässerung auf ein Minimum beschränkt und gleichzeitig den maximal möglichen Erlös ermöglicht. Dies ist, was Ballard heute macht.

Ballard Power Systems steht vor großen Herausforderungen

Trotz der starken Aktienperformance von Ballard Power Systems in den letzten Jahren steht das Unternehmen vor größeren Herausforderungen. Ballard Power ist immer mehr einer stärkeren Konkurrenz durch Elektrofahrzeughersteller und anderen Brennstoffzellenunternehmen ausgesetzt. Brennstoffzellen haben immer noch das Problem, sich im Mainstream durchzusetzen, während Batterien immer beliebter werden. Die zunehmende Marktdurchdringung der Elektrofahrzeuge und die zunehmende Konkurrenz durch andere Brennstoffzellenunternehmen setzen Ballard Power einem enormen Druck aus.

Tesla als Gegner

Insbesondere der Aufstieg von Tesla könnte ernsthafte Zweifel an der langfristigen Lebensfähigkeit von Brennstoffzellen aufkommen lassen. Tesla konnte die Kosten für Lithiumbatterien mit erstaunlicher Geschwindigkeit senken, wodurch die Batterietechnologie als Energiespeicher immer attraktiver wurde. Tatsächlich schätzen viele, dass Tesla seine Batteriekosten von ca. 200 USD / kWh im Jahr 2016 auf ca. 100 USD / kWh im Jahr 2020 senken konnte. Die allgemeinen Batteriekosten sinken ebenfalls, da die breitere Industrie versucht, Tesla einzuholen.

Die Batterieinfrastruktur ist auch der Brennstoffzelleninfrastruktur weit überlegen. Da weltweit bereits Tausende von Ladestationen für Elektrofahrzeuge vorhanden sind, wird es attraktiver denn je, ein Elektrofahrzeug zu kaufen. Relativ neue Brennstoffzellen-Start Ups wie Nikola stellen ebenfalls eine große Bedrohung für Ballard Power & Co dar. Tatsächlich zieht Nikola weitaus mehr Aufmerksamkeit auf sich als ältere Brennstoffzellenunternehmen wie Ballard Power.

Zu diesem Zeitpunkt ist es unwahrscheinlich, dass sich die Brennstoffzellentechnologie auf dem breiten Automobilmarkt durchsetzt. Brennstoffzellen könnten jedoch im Segment der Schwerlastfahrzeuge einen langfristigen Vorteil haben. Brennstoffzellen bieten Vorteile in Bezug auf Reichweite und Betankungszeiten und sind daher ideal für Segmente wie LKWs.

Zusammenfassung

Während Ballard Power rasant wächst, hat das Unternehmen immer noch Probleme mit der Rentabilität. Darüber hinaus wird die Brennstoffzellentechnologie durch die Batterietechnologie ernsthaft herausgefordert. Ballard Power ist mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von knapp 4 Milliarden Dollar und einem KGV von 33 relativ hoch bewertet.

Ballard Power Aktien Chart

Der Anstieg seit den Tiefpunkten im Jahr 2016 lässt sich impulsiv einstufen. Jedoch könnte im Juli diesen Jahres eine komplette Impulsauffächerung zu Ende gegangen sein. Dies würde zur Folge haben, dass wir uns in den Ballard Power Aktien in einer Korrekturphase befinden. Aktuell stützt das 38% Retracement bei 18,40 Dollar den Wert.


Quelle: CMC Markets Plattform, Tageschart, 03.09.20

 

Aus dem Stundenchart heraus, lassen sich mehrere Möglichkeiten ableiten. Zunächst gilt es den Support im bereich 18,40-18,20 Dollar zu beachten. Sollte dieser Bereich verteidigt werden lässt sich ein erneuter Anstieg in Richtung 24,00 Dollar ableiten. Sollte der Markt den Bereich bei 18,20 Dollar direkt über einen Umweg nach unten brechen wären die tieferen Retracements bei 15,28 Dollar und 12,04 Dollar angesteuert werden. Über dem bisherigen Hoch bei 29,09 Dollar könnte die rally direkt wieder aufgenommen werden.


Quelle: CMC Markets Plattform,1H-Chart, 03.09.20

 


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