Die Inflationsrate in China ist heute Nacht weitaus niedriger gemeldet worden als erwartet und das bringt die Geldpolitik wieder ins Spiel. Die Daten nähren neue Spekulationen auf Zinssenkungen durch die chinesische Notenbank. Während viele Menschen jetzt mit Inflation rechnen, deuten die Daten aus China genau auf das Gegenteil hin: Dass die Kaufkraft des Geldes wächst und die Preise fallen, statt zu steigen. 

Inflationsdaten aus den USA erwartet

Auch aus den USA werden wir heute Nachmittag um 14:30 Uhr Daten zu den Verbraucherpreisen erhalten. Längst ist auch in den USA eine Debatte darum entbrannt, ob die amerikanische Notenbank den Leitzins in den negativen Bereich bewegen soll, auch wenn zwei Notenbankvertreter dies gestern noch vehement als Option ablehnten.

Bitcoin: Inflationsrate halbiert sich

Um Inflation geht es auch beim heute stattfindenden Bitcoin Halving. Die Inflationsrate im Bitcoin beträgt ab heute nur noch 1,8% und ist damit vergleichbar mit dem, was für die Inflationsrate heute in den USA erwartet wird und sie ist 83% tiefer als die Inflation in der chinesischen Währung Renminbi. Ungefähr alle vier Jahre wird sich die Inflationsrate des Bitcoin halbieren bis sie im Jahr 2140 dann ultimativ Null erreichen wird. 

Was geschah im Bitcoin nach dem letzten Halving?

Nach dem letzten Halving stieg der Bitcoin Preis nach einem Jahr von $11 auf $1100 Dollar, nach dem zweiten Halving ging der Preis von $600 auf $20.000 nach oben. Allerdings ist es fraglich, ob das Halving jedes Mal der Hauptfaktor war, um den Preis nach oben zu bewegen. Der erste Bitcoin Halving Event war im Jahr 2012 und der Anstieg könnte auch mit der Eurokrise zu tun gehabt haben und der Rettung von Zypern, während der zweite Anstieg auch sehr viel mit der öffentlichen Partizipation im Bitcoin zu tun gehabt haben könnte. Jeder wollte damals Bitcoin haben. 

Tiefere Inflation: Kein Bedarf für Bitcoins?

Es ist also nicht garantiert, dass der Preis jetzt wieder ansteigen wird - vor allem wird das Thema geringere Inflationsrate jetzt weniger attraktiv, wenn es als Folge der lockeren Geldpolitik gar nicht zu einer höheren, sondern niedrigeren Inflation in der Weltwirtschaft kommen wird. 

DAX: Wichtige Widerstände und Unterstützungen

Technisch verharrt der DAX innerhalb der Handelsspanne des gestrigen Tages, wobei 10746 Punkte als mögliche Unterstützung und 10823 und 11033 Punkte als mögliche Widerstände auf der Oberseite anzusehen sind.