Es war kein guter Abend. Weder für das Pfund noch für die Meinungsforscher, denn entgegen aller Erwartungen haben die Konservativen bei dieser Wahl, die allgemein als „Spaziergang“ angesehen wurde, keine absolute Mehrheit erzielt.

Da die Brexit-Verhandlungen in wenigen Tagen beginnen sollen, gibt es jetzt einige Zweifel über die Zukunft der Premierministerin sowie über die Stärke der Verhandlungsposition Großbritanniens bei den Brexit-Gesprächen. Das Eingeständnis von Brexit-Minister David Davis, der Verlust der Konservativen-Mehrheit würde bedeuten, dass der Auftrag zum Ausstieg aus Binnenmarkt und Zollunion verloren gegangen sei, wirft Zweifel auf, ob der Brexit nun überhaupt stattfinden wird.

Die durch diese neue Situation entstandene Ungewissheit macht nicht Eindruck, als ob sie zu stark auf die Aktienmärkte übergreifen werde, wenn die europäischen Märkte später am Morgen öffnen. Der FTSE100 wird höher eröffnen, während der FTSE250 aufgrund der Ungewissheit, die durch die neue politische Lage entstanden ist, hinterher hinken könnte. Diese könnte sich, abhängig von der Bildung einer neuen Minderheitsregierung, weiter verändern.

An der Datenfront richtet sich die Aufmerksamkeit auf die neuesten Produktionszahlen aus Industrie und Herstellung für April, von denen erwartet wird, dass sie eine deutliche Verbesserung gegenüber den schwachen Zahlen vom März zeigen werden. Es werden Zuwächse von 0,7% bzw. 0,8% erwartet, die zeigen sollen, dass dieser Teil der Wirtschaft Großbritanniens nach einem schwachen 1. Quartal zusammen mit dem restlichen Europa wieder an Auftrieb gewinnt.

Die Handelsbilanz für April wird wahrscheinlich auch ein Defizit von -3,5 Mrd. GBP aufweisen - eine Verbesserung von -4,9 Mrd. GBP im Vergleich zu den Zahlen vom März.

In den USA erzielte der Dow über Nacht Rekordhöhen nach der Aussage des ehemaligen FBI-Direktors Comey, bei der - selbst wenn die Anhörung für den US-Präsident unbequem war - offenbar keine schlagenden Beweise auftauchten. 

EURUSD – die November-Hochs mit 1,1300 bleiben trotz des breiteren Widerstands bei 1,1370 weiterhin in Reichweite. Die derzeitige Aufwärtsbewegung bleibt weiterhin gespannt und riskiert einen Rückschlag auf 1,1170 und möglicherweise sogar bis hinunter in den 1,1020er Bereich.

GBPUSD – das Pfund ist stark gefallen, findet jedoch unten immer noch Unterstützung auf höheren Niveaus, wobei der wichtigste Widerstand bei den jüngsten Hochs um rund 1,3040 liegt. Wir brauchen eine konsolidierte Bewegung durch die 1,3050-Marke, die das Potenzial hat, das Ziel 1,3320 anzupeilen. Nur eine Bewegung unter 1,2750 ist ein Argument für eine mögliche Rückkehr in den 1,2600er Bereich.

EURGBP - mit dem Rückschlag bei 0,8650 hat das Abrutschen des Pfundes zu einem Pushback des Euro über 0,8720 und auf die höchsten Levels des Jahres bei über 0,8800 geführt. Rückgänge werden wahrscheinlich Unterstützung bei 0,8720 finden.

USDJPY - der Rückprall bei 109,10 hat zu einem Rückzug des US-Dollar auf den 200-Tage-MA bei 110,40 geführt. Der Rückgang gegenüber dem Tiefstand vom April bei 108,00 bleibt offen, solange er sich unterhalb dieses Levels bewegt. Wir brauchen eine Pause oberhalb von 110,40, um eine Bewegung zurück zu 111,60 zu stabilisieren und zu eröffnen.

 

 

 

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