Mir ist durch die vielen Telefonate mit meinen Kunden aufgefallen, dass die allgemeine Meinung herrscht, dass sich die Märkte im August aufgrund des Sommerlochs kaum bewegen.

Es ist zwar korrekt, dass das Handelsvolumen in den Sommermonaten geringer ist, dadurch können jedoch die Kurse einfacher in die eine oder andere Richtung geschoben werden.

In einem dünnen Markt verändern sich die Kurse bereits beim Handel mit kleinerem Volumen. Sowohl bei Aktien als auch bei Futures oder Währungen.

Im Anhang sehen Sie eine Statistik zu der Volatilität in dem Monat August von 2011 bis 2017.

Im August 2011 rutschten die Märkte 26% ab, im August 2015 waren es 20%.

In 2014 konnte der DAX im August um 10% zulegen, in 2012 um 9,6%.

Auf der kleineren Grafik sehen Sie die durchschnittliche, monatliche Volatilität des DAX über 20 Jahre von 1986-2016.

Der gelb markierte Bereich zeigt eine steile Korrektur.

Natürlich ist eine Statistik keine Garantie für die Zukunft. Der Markt schläft nie.

Fundamentaler Zündstoff für eine Kursbewegung wäre reichlich gegeben:

  • Abwertung der türkischen Lira und die Folgen für Banken mit höheren Exposures
  • Handelskonflikt USA und China

Überblick vom 13.08.2018 vom CMC Markets Chefanalysten Jochen Stanzl:

Es will keine gute Stimmung am Markt aufkommen. Die am Mittag herumgereichte Nachricht über eine baldige Freilassung des US-amerikanischen Pastors Andrew Brunson aus türkischer Haft erwies sich im Nachhinein als eine "Fake News". Dass der Deutsche Aktienindex daraufhin zu einer Erleichterungs-Rally ansetzte, zeigt, dass sich viele auf dem Parkett so ein Einlenken der Türkei wünschen. Eine echte bedrohliche Situation für das europäische Bankensystem aus verlorenen Krediten aus der Türkei besteht nicht. Wir haben es aber sehr wohl mit wirtschaftlichen Schäden zu tun. Aber wirtschaftlich steht die Europäische Union stark da. Das Geldsystem ist stabil. Das Vertrauen in die EZB liegt bei 100 Prozent. Es zweifelt derzeit kaum jemand daran, dass im Notfall nicht das Richtige getan werden wird. Jetzt hoffen viele Anleger darauf, dass die Türkei den Internationalen Währungsfonds involviert. Was die Börsen jetzt in der Türkeifrage suchen, sind Verlässlichkeit und Maßnahmen, die auf den internationalen Kapitalmärkten für Vertrauen sorgen.

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