DAX fällt auf 11.900 Zähler / Kampf der Bullen und Bären um Entscheidungszone setzt sich fort, Quartalsberichte im Fokus
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Die positiven Vorgaben aus Asien lassen auch die Anleger am deutschen Aktienmarkt heute Morgen von einer Fortsetzung der Rallye träumen heben den Index zum Handelsstart erneut über die Marke von 12.000 Punkten. So richtig trauen sich die Bullen aber noch nicht aus der Deckung. Die Unsicherheit um die griechische Schulden-Odyssee und ein wieder anziehender Euro bremsen die Euphorie. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich die US-Börsen schwer tun, einen Befreiungsschlag über charttechnische Widerstände zu vollziehen. Und so sehen wir auch heute einen Kampf zwischen Bullen und Bären um eine entscheidende Zone, die sich mit Blick auf die Technik aus der letztwöchigen Abwärtsbewegung ergibt. Der Ausgang sollte dann Hinweise darauf liefern, ob die Erholung der letzten Tage nur vorübergehender Natur war. Der DAX dürfte zudem ein Spielball von Aussagen zu Griechenland bleiben, sollte heute aber auch Impulse durch eine ganze Palette an Quartalsbilanzen großer Namen erfahren. Aus den USA sind das beispielsweise Facebook, Boeing, McDonald’s, AT&T und Texas Instruments. Aus charttechnischer Sicht kämpfen die Bullen und Bären im DAX weiterhin um die 50-61,8%-Retracement-Zone der Abwärtsrallye vom Allzeithoch. Sollte der DAX diese folgend noch überwinden können, steht noch der Test der 78,6%-Retracement-Marke bei etwa 12.230 Zählern an. Darüber dürfte wieder die Sonne etwas heller über dem Index strahlen. Prallt der Index in dieser Zone ab, wirkt nicht nur das heutige Gap um 11.905 verlockend, sondern auch wieder die 11.600. Von Konjunkturdatenseite ist der Wirtschaftskalender heute eher leer. Impulse könnte das Frühlings-Gutachten des Bundeswirtschaftsministeriums am späten Vormittag, sowie am Nachmittag auch das Eurozonen-Verbrauchervertrauen liefern. Sowie aus den USA aktuelle Zahlen zu Hypothekenanträgen sowie Verkäufe bestehender Immobilien. Auch die Abgaben der Rohölpreisnotierungen lasteten gestern ein wenig auf den US-Börsen. Mit seinem Ausbruch über 54 USD hat sich beispielsweise der Kurs der Referenzsorte WTI das Potenzial zu einer weiteren Erholung bis auf 59 USD geschaffen, über die 57 USD konnte er allerdings nicht nachhaltig ansteigen. Der Ausbruch im Rohölpreis war auch ausgelöst durch die Spekulation einiger Marktteilnehmer auf einen potenziellen Rückgang der Ölförderung in den USA. Dabei dürften die OPEC-Staaten es sich nicht nehmen lassen, diese Lücke zu füllen. Zudem geht das US-Energieministerium davon aus, dass die Förderung in den USA erst 2020 peaken wird. Daher dürfte es der Rohölpreis gar nicht so einfach haben, nachhaltig höhere Kurse zu verteidigen. Die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 werden aktuell mit Abschlägen zu den jeweiligen Schlusskursen von gestern gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.