Großbritanniens Wirtschaft läuft – Einkaufsmanagerindex überrascht positiv, Pfund steigt

Andreas Paciorek, Marktstratege CMC Markets Die Wirtschaft in Großbritannien präsentiert sich weiterhin stark und nach guten Zahlen kann heute auch das Britische Pfund weiter zulegen und kommt damit der Marke von 1,60 US-Dollar wieder ein Stückchen näher. Der heute veröffentlichte Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes überraschte für den Monat Oktober mit einem Sprung auf ein 16-Monats-Hoch, welches ein Wachstum der Wirtschaft auf der Insel im vierten Quartal um ein Prozent andeutet. Ohnehin entwickelt sich die britische Wirtschaft still und heimlich trotz aller Krisen am besten im Kreise der G7-Länder. Die Löhne steigen kräftig und sollten irgendwann die Rohstoffpreise wieder anziehen, könnte dies zu einer plötzlich steigenden Inflation führen. Die Briten werden sich aber trotz einer starken Export-Komponente, auf der der Sprung des heutigen Einkaufsmanagerindex insbesondere basierte, wohl kaum allein aus dem Währungsabwertungswettlauf verabschieden. Sie werden wohl eher warten, bis es der große Bruder USA vormacht. Insbesondere auch deshalb, da gerade die Preiskomponente des heute veröffentlichten Index den Inflationsdruck nicht erhöht hat. Sollten die Arbeitsmarktzahlen aus den USA zum Ende der Woche schwach ausfallen und sich damit eine Zinswende in den USA erst im nächsten Jahr andeuten, könnte auch das Britische Pfund wieder etwas verlieren. Nichtsdestotrotz könnte die Währung aus dem Vereinten Königreich neben dem US-Dollar in den kommenden Monaten zu den Gewinnern am Devisenmarkt gehören. Ein Blick auf die Charttechnik: Zuletzt ist das GBP/USD-Währungspaar von der unteren Seite der Range seit Mai abgeprallt und auch über die Abwärtstrendlinie von August gestiegen. Damit ergibt sich zunächst die Chance, wieder bis zur Oberseite der Range um 1,58 US-Dollar zu laufen. Ob dies gelingt, hängt auch von der Sitzung der Bank of England am Donnerstag ab. Sollten die Sitzungsprotokolle mehr Abweichler aufweisen, die zugunsten einer Anhebung der Zinsen in Großbritannien votierten, würde dies das Britische Pfund weiter beflügeln. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.