DAX fällt leicht unter 11.700 / Griechenland rückt wieder in den Fokus, China senkt Leitzinsen
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Auf den ersten Blick waren die Arbeitsmarktdaten aus den USA am Freitag nicht wirklich spannend, trafen sie doch fast punktgenau die Erwartungen der Börsianer. Aber genau das machte sie am Ende zur richtigen Mischung: Sie waren nicht zu stark, als dass eine akute Zinswende drohen würde, aber auch nicht zu schwach, als dass die Konjunktursorgen allzu sehr angeheizt würden. Und so gelang den weltweiten Börsen ein versöhnlicher Wochenabschluss. Die Zinssenkung in China am Wochenende, die vermutlich eine Antwort auf die in der vergangenen Woche erneut schwach ausgefallene Handelsbilanz ist, stützt die asiatischen Börsen zusätzlich, lässt aber die Sorge um die globale Konjunktur im Hintergrund weiter anwachsen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Einzelhandelszahlen am Mittwoch aus den USA eine konjunkturelle Dynamik andeuten. Die Eurozone scheint, zugegebenermaßen relativ gesehen, im ersten Quartal die US-Wirtschaft beim Wachstum zu überholen. Eine überraschend starke BIP- und Inflations-Entwicklung könnte wieder die Frage nach einer potenziellen, vorgezogenen Drosselung des EZB-Staatsanleihekaufprogrammes aufwerfen. Bis dahin warten die Marktteilnehmer auf die nächsten Impulse oder zumindest die Ausräumung von Unsicherheiten, die weiterhin deckelnd auf die Märkte wirken. Allen voran steht da das Thema Griechenland, wo vor dem heutigen Eurogruppen-Treffen ein Bericht der „Welt“, wonach die Troika verschiedene Negativszenarien durchspielt, seine Schatten vorauswirft. Der französische Finanzminister Sapin dämpfte heute die Erwartungen und erklärte, dass noch einige Tage oder Wochen bis zu einem Abschluss vergehen könnten. Zeit, die Griechenland eigentlich nicht hat. Je länger sich die Diskussionen hinziehen, desto belastender könnte das Thema sich auf die Börsen auswirken. Aus charttechnischer Sicht ergibt sich durch die starke bullische Kerze im Anschluss an die Reversal-Kerze vom Donnerstag weiteres Erholungspotenzial im DAX. Dabei muss als nächstes die Abwärtstrendlinie vom Allzeithoch, die aktuell etwa mit dem 50%-Retracement der kompletten Abwärtsbewegung vom Allzeithoch zusammenfällt, bei 11.780 Zählern überwunden werden. Darüber könnte dann zunächst die 11.920 in den Fokus rücken. Bei einem Rückfall könnte zunächst die Zone um 11.630/60 Punkte eine Unterstützung darstellen. Darunter könnte ein Rückfall auf 11.520 Zählern drohen. Bei einem Einbruch unter 11.450 wird es für den DAX wieder brenzliger. Extrem volatil zeigte sich zuletzt der Bund Future. Nach den heftigen Abgaben bis Donnerstag, konnte sich dieser wieder etwas erholen. Noch allerdings scheint der Kurs nicht in sicheren Gefilden. Die 153,56-Punkte-Marke gilt nun als potenzielle Unterstützung als potenzieller Widerstand die 155-Zähler-Marke, darüber noch die 155,50. Sollten die Bullen hier scheitern könnte durchaus wieder Abwärtsdruck auftreten, der auch die 151,50-Punkte-Marke wieder in den Fokus rücken könnte. In den USA konnten sich die Leitindizes S&P 500 und Dow Jones wieder näher in Richtung Allzeithochs vorarbeiten. Trotz der starken Erholung kann hier aber noch nicht von einem Befreiungsschlag gesprochen werden. Für den Dow Jones gilt es nachhaltig über die 18.200-Punkte-Marke anzusteigen um einen Anlauf auf das Allzeithoch um 18.284 zu ermöglichen und auch aus der Seitwärtsrange auszubrechen. Ansonsten könnte auch wieder ein Rückfall anstehen, wobei zunächst an der 18.130-Punkte-Marke eine potenzielle Unterstützung warten könnte. Darunter könnte es zu einem Test der 18.085-Zähler-Marke kommen. Die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 werden aktuell mit leichten Abschlägen zu den gestrigen Schlusskursen gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. 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