Marktupdate: DAX fällt unter 9.700 Punkte zurück / Flugzeugabsturz belastet Ost-West-Beziehung, Israel-Bodenoffensive fordert zahlreiche Opfer, Espirito Santo International ist pleite

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Die europäischen Märkte kommen nicht zur Ruhe. In die Gemengelage aus zahlreichen geopolitischen Konflikten, die letzte Woche in dem mutmaßlichen Abschuss eines Passagierflugzeuges über der Ostukraine sowie der israelischen Bodenoffensive im Gaza-Streifen eskalierten, belastet der Insolvenzantrag der portugiesischen Espirito Santo-Holding zu Beginn der neuen Handelswoche zusätzlich die Stimmung der europäischen Marktteilnehmer. Und so fällt der DAX zu Beginn der neuen Handelswoche unter 9.700 Punkte im Tief bis auf rund 9.10 Punkte zurück, bevor der deutsche Leitindex einen Teil seiner Verluste* wieder reduzieren konnte. Stützend wirken aktuell vor allem die US-Märkte, die gegenwärtig schlechte Nachricht scheinbar ohne große Probleme wegstecken. Eine treibende Kraft hinter dem US-Optimismus dürften unter anderem die Unternehmensergebnisse des zweiten Quartals sein, die bisher überwiegend sogar die Analysten-Erwartungen schlagen konnten. Auch die große Zahl der M&A-Deals hält die Investoren bei der Stange und die US-Leitindizes in der Nähe ihrer Rekordhochs. Und so konnte der Dow Jones letzte Woche nach einem anfänglichen Rücksetzer auch die 17.000-Punkte-Marke verteidigen. Charttechnisch stellt sich der DAX durch das heutige Antesten der Aufwärtstrendlinie aus den März/April-Tiefs angeschlagen dar, stieß allerdings an der potenziellen Unterstützung bei 9.625 Punkten auf Nachfrage. Sollte der DAX von diesem Niveau zu einer stärkeren Erholung ansetzen können, könnte sich daraus eine Doppelboden-Formation zusammen mit den Tiefs vom 10. und 11. Juli herausbilden, die den Index zusätzlich stützt. Ein nachhaltiger Fall unter 9.625 Punkte allerdings könnte zu einem Test der aktuell bei rund 9.500 Punkten verlaufenden längerfristigen Aufwärtstrendlinie aus den Juni 2012/ Juni 2013-Tiefs führen. Zwar sind die Ursachen des Absturzes der Passagiermaschine über der Ostukraine weiterhin nicht geklärt, US-Experten gehen aber davon aus, dass die Passagiermaschine der Malaysia Airways von einer Rakete die aus dem von den Separatisten kontrollierten Gebiet in der Ostukraine abgeschossen wurde. Die Kiewer Regierung und Separatisten schieben sich gegenseitig die Schuld zu, allerdings lässt die tagelange Behinderung der Absturzstelle durch die Separatisten diese in keinem guten Licht dastehen. Laut Medienberichten sei nun aber ein Expertenteam aus den Niederlanden zur Identifizierung der Opfer in der Donezk eingetroffen. Russlands Präsident Putin versprach eine volle Kooperation bei der Aufklärung der Tragödie, nachdem Großbritannien, Frankreich und Deutschland den Druck auf Russland erhöhten. Am Wochenende erklärte die US-Regierung, dass Russland eine Mitverantwortung für diese Tragödie trage, da die Separatisten ein solches Abschuss-System nur von Russland erhalten haben können. Der Vorfall könnte die ohnehin eisigen Beziehungen zwischen dem Westen und Russland noch weiter belasten und weitere Sanktionen nach sich ziehen, die zu zusätzlichen wirtschaftlichen Belastungen insbesondere in Europa führen könnten. Neben der israelischen Militäroffensive in Israel, belastet zu Wochenbeginn auch die Pleite der portugiesischen Unternehmensgruppe Espirito Santo International (ESI), die Stimmung an der Börse. Zwar war ein solcher Schritt in der Wirtschaft erwartet worden, allerdings befeuert dies auch Sorgen um die Zahlungsfähigkeit der Großbank Banco Espirito (BES) Santo, an der die ESI indirekt beteiligt ist. Die portugiesische Zentralbank versucht die Furcht der Marktteilnehmer vor einer Ansteckung des portugiesischen oder europäischen Bankensystems zu dämpfen indem sie erklärte, dass die BES über ausreichend finanzielle Mittel verfüge um sich selbst vor den Probleme der Muttergesellschaft zu schützen. Nichtsdestotrotz bleiben Bankentitel damit im Fokus der Anleger. Aktuell gibt die Commerzbank-Aktie knapp 1,8 Prozent * ab, während die Deutsche Bank rund 1,3 Prozent* tiefer handelt. Konjunkturmeldungen aus Europa sind heute rar gesät. Am Nachmittag könnte der Chicago Fed Activity Index für den Monat Juni Impulse liefern, sowie Unternehmensergebnisse des zweiten Quartals unter anderem vom US-Unternehmen Texas Instruments. Vor Eröffnung des Präsenzhandels handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 mit einem Abschlag zu den jeweiligen Freitagsschlusskursen. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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