Marktupdate: DAX nahe 9.000 / EZB-Stimuli-Hoffnung treibt Märkte, US-Quartalsberichtssaison erfüllt weitgehend Analysten-Erwartungen

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Sehr starke Vorgaben aus den USA und Asien halfen dem DAX heute Vormittag im Hoch bis auf wenige Zähler an die 9.000-Punkte-Marke heranzurücken. Der potenzielle Widerstand innerhalb der bärischen Triggerzone zwischen etwa 9.000-8.900-Punkten könnte sich allerdings als hartnäckig herausstellen. Sollte es den Bullen gelingen, diese nachhaltig zurückzuerobern, dann sind sogar Kursgewinne bis 9.400 Punkten nicht auszuschließen. Sollten die Bären sich hier wiederum durchsetzen können, dann ist eine Wideraufnahme der Kursabgaben bis zu der potenziellen Unterstützung bei 8.700 Punkten und darunter nicht ausgeschlossen. In den USA wurden die Märkte insbesondere durch Quartalsergebnisse, die die Analysten-Erwartungen erfüllen konnten, beflügelt, obwohl die Hoffnungen auf eine Fortsetzung der monatlichen Anleihekäufe der US-Notenbank nach den dämpfenden Aussagen einiger Geldpolitiker eher wieder nachließen. Nichtsdestotrotz bleibt die Aussicht auf noch längere Zeit niedrige Zinsen erhalten und zunehmend scheinen die Marktteilnehmer auch wieder Hoffnungen auf zusätzliche Maßnahmen der EZB zu setzen. Die EZB tut ihren Teil, zumindest mithilfe von Gerüchten oder Insider-Angaben, die Investoren bei Laune zu halten. So wurden gestern unbestätigte Berichte veröffentlicht, nach denen die EZB den zweiten Tag in Folge ABS-Käufe fortsetzte, sowie möglicherweise bereits im Dezember auch mit Unternehmens-Anleihekäufen beginnt. Stützend wirkt auch eine Quartalsberichtssaison, in der bisher die Analysten-Erwartungen größtenteils befriedigt werden konnten. Nach der überraschend positiven Gewinnprognose von Apple für dieses Jahr konnte gestern auch Yahoo überzeugen. Zwar konnten die Unternehmenserlöse im dritten Quartal nur um 1 Prozent zulegen, allerdings waren die Analysten sogar noch pessimistischer. Die Beteiligung an dem chinesischen Internet-Giganten Alibaba verschafft Yahoo eine prall gefüllte Kriegskasse für potenzielle Übernahmen. Als potenzieller Kandidat gilt AOL. Andererseits enttäuschte auch eine ganze Reihe großer Konzerne wie Coca Cola, Google, IBM oder SAP. Dass die Geschäftsentwicklung dieser großen Unternehmen hinter den Erwartungen zurückblieb, würde angesichts der vor kurzem noch erheblichen Konjunktursorgen normalerweise für eine größere Verunsicherung sorgen. An der unbeirrten Erholungsrallye zeigt sich allerdings, dass die Marktteilnehmer gegenwärtig verstärkt Notenbank-Stimuli-Fantasie handeln. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese nicht enttäuscht wird. Im DAX rückt am Vormittag die Aktie der Lufthansa mit aktuell 2,4 Prozent* an die Spitze des Index. Anleger zeigen sich erfreut, dass Europa’s größte Fluggesellschaft den Bereich IT-Infrastruktur an IBM verkaufen möchte und im Gegenzug ein Service-Vertrag mit IBM geschlossen werden soll. Daimler hat seine Tesla-Beteiligung für rund 780 Millionen US-Dollar verkauft, will aber trotzdem auch in Zukunft mit dem US-Elektroautohersteller zusammenarbeiten. Der Stuttgarter Automobilkonzern kann am Vormittag leicht zulegen, bevor morgen Unternehmensergebnisse des dritten Quartals präsentiert werden. Während für den europäischen Raum der Wirtschaftskalender eher leer bleibt, achten Investoren heute insbesondere auf die am Nachmittag erwarteten Zahlen zur Inflation im September in den USA. Analysten erwarten, dass die Verbraucherpreis-Teuerung im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent** zurückgegangen ist. Da die US-Notenbank auch die Inflationsentwicklung in die Entscheidung über die weitere Geldpolitik einfließen lässt, könnten schwache Daten den Druck, die Zinsen frühzeitig anzuheben, reduzieren. Bei den US-Leitindizes S&P 500 und Dow Jones könnte der Spielraum der Erholung langsam ausgeschöpft sein. Die Indizes nähern sich jeweils ihren gebrochenen Aufwärtstrends, was Abgaben nach sich ziehen kann. Aktuell handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 mit einem leichten Abschlag gegenüber den jeweiligen gestrigen Schlusskursen. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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