Marktupdate: DAX zeigt Lebenszeichen / EU-Minister beraten über Russland-Sanktionen, Große Zahl an Unternehmensergebnissen warten, US-Verbrauchervertrauen im Fokus

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Gute Vorgaben aus Asien und US-Märkte die gestern einen großen Teil ihrer anfänglichen Verluste wieder wettmachen konnten, stabilisieren heute Vormittag den DAX, der gestern noch auf ein 2-Monats-Tief gefallen war. Nach einem Start mit einem Eröffnungsgap, handelt der DAX gegenwärtig knapp unter 9.700 Punkten. Charttechnisch war der DAX gestern in gefährliches Terrain vorgedrungen. So wurde nicht nur die Unterstützungszone bei 9.600/9.625 Punkten, sondern auch die Aufwärtstrendlinie aus den März/April-Tiefs angetestet. Mit den heutigen Kursgewinnen*, zeigen die Bullen im DAX allerdings wieder ein Lebenszeichen und könnten die charttechnische Unterstützungsfunktion der genannten Levels damit bestätigen. Sollte der DAX sich weiter erholen können, könnte sich aus dem abermaligen Rebound an der 9.600/9.625-Punkte-Zone hier eine Doppelboden-Formation herausbilden, die den DAX charttechnisch zusätzlich stützen könnte. Um das Chartbild nachhaltig zu verbessern, ist allerdings eine Wiedergewinnung der 9.800-Punkte-Marke nötig. Ein Fall unter die 9.600 Punkte wiederum könnte Tür und Tor öffnen für einen Test der Aufwärtstrendlinie aus den Juni 2012/Juni 2013-Tiefs bei gegenwärtig rund 9.500 Punkten sowie des 200-Tage-Durchschnittes bei aktuell etwa 9.450 Punkten. Für Impulse in die eine oder andere Richtung könnten die Ergebnisse des heutigen Treffens der EU-Außenminister sorgen. Diese beraten sich heute in Brüssel über den Absturz des Passagierflugzeugs in der Ostukraine, wobei auch zusätzliche Sanktionen gegen Russland auf der Agenda stehen dürften. Gestern hatte US-Präsident Barack Obama Russland bereits mit weiteren Konsequenzen gedroht, sollten diese sich bei der Aufklärung des Absturzes des Fluges MH17 nicht kooperativer zeigen. Anleger befürchten, dass schärfere Wirtschaftssanktionen gegen Russland die Konjunkturerholung in Europa belasten könnte. Insbesondere die deutsche Wirtschaft ist stark mit der russischen Wirtschaft verflechtet. Nachdem der gestrige Bundesbank-Report bereits vor einer Stagnation der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal warnte, könnte eine Belastung der Handelsbeziehungen mit Russland auch die Hoffnung auf eine robuste Konjunkturerholung der europäischen Wirtschaft im dritten Quartal dämpfen. Auch die anderen geopolitischen Konfliktherde, die unter anderem die israelische Bodenoffensive im Gaza-Streifen mit inzwischen mehr als 500 Toten und den ungebremsten Vormarsch der radikalislamischen Gruppierung ISIS im Irak umfassen, begrenzen am Morgen den positiven Schwung durch die positiven Vorgaben aus Übersee. Eine ganze Palette von heute zur Veröffentlichung stehenden Quartalsergebnissen, unter anderem von Microsoft, McDonald’s und nach Börsenschluss von Apple, könnte den Fokus der Anleger allerdings wieder auf Wirtschaftsdaten lenken. Sollte sich die bisherige Serie an über den Erwartung liegenden US-Unternehmensergebnissen fortsetzen, könnte dies nicht nur den US-Leitindizes weiterhin Auftrieb geben, sondern damit auch den europäischen Märkten mehr Zuversicht einhauchen. Investoren dürften heute auch genau auf aktuelle Zahlen zur Verbraucherpreisentwicklung in den USA achten. US-Notenbankchefin Janet Yellen bemühte sich zuletzt immer wieder, den Inflationsdruck in den USA als wenig bedrohlich zu interpretieren, möglicherweise auch um Spekulationen über einen früheren Zeitpunkt einer Zinswende in den USA nicht zusätzlich zu befeuern. Nach einer Inflation von 2,1 Prozent auf Jahressicht im Mai, erwarten Analysten auch für den Juni eine Teuerung der Verbraucherpreise um 2,1 Prozent***, was die bisherige Argumentation für die amerikanische Notenbank schwieriger machen könnte. Vor der Veröffentlichung der Zahlen verteuert sich aktuell der USD gegen den EUR, wodurch der Kurs des Währungspaares EUR/USD unter das charttechnisch wichtige Level von 1,35 US-Dollar gefallen ist. Bereits am Mittwoch letzter Woche, hatte der Wechselkurs die langfristige Aufwärtstrendlinie aus den 2012/2013-Tiefs durchbrochen und zeigte sich damit angeschlagen. Eine potenzielle Unterstützung für den Wechselkurs findet sich bei 1,34 US-Dollar. Die Hoffnung auf eine vorsichtige Deeskalation der Situation in der Ostukraine, wo die Separatisten den Flugschreiber der abgestürzten Passagiermaschine der Malaysian Airways übergeben haben, sorgte heute für verringerte Nachfrage nach den als sicherer Hafen gehandelten Werte Bund-Future und Gold, die aktuell nachgeben*. Vor Eröffnung des Präsenzhandels handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 mit einem kleinen Plus gegenüber den jeweiligen gestrigen Schlusskursen. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Sach-Informationen stammen aus Quellen, die CMC Markets für vertrauenswürdig hält. Jedoch übernimmt CMC Markets keine Gewährleistung für die Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit dieser Informationen. Bitte berücksichtige Sie auch, dass die Wertentwicklung in der Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung ist. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren lediglich die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ebenfalls ohne Gewähr. Sämtliche ggf. enthaltenen grafischen Darstellungen unterliegen den ihnen eigenen Beschränkungen der Präzision. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Alle nicht besonders gekennzeichneten Kurse, Preise und Charts beziehen sich auf die Preise, die CMC Markets als Market Maker auf seiner Next Generation CFD-Handelsplattform stellt. Diese Preise können von den aktuellen Börsen- und Marktpreisen für den jeweiligen Referenzgegenstand abweichen. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar, und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.