Marktupdate: DAX drängt gegen 9.800 Punkte / EU-Minister beraten über Russland-Sanktionen, China-und EU-Einkaufsmanagerindex-Werte überraschen positiv
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Obwohl der DAX gestern nur wenig verändert zum Vortagesschlusskurs aus dem Handel ging, deutete sich bereits eine gewisse Resistenz des DAX gegenüber negativen Meldungen an. So zeigte sich der deutsche Leitindex gestern relativ unbeeindruckt von der Meldung des Abschusses zweier ukrainischer Militärjets durch prorussische Separatisten, als auch einem stärker als erwartet*** zurückgegangenem Verbrauchervertrauen in der Eurozone. Gestützt werden die europäischen Börsen zuletzt maßgeblich von den sich weiter auf Rekordjagd befindlichen US-Leitindizes – gestern konnte der S&P 500 einen neuen Rekordschluss-Stand verzeichnen - und die überwiegend positiv verlaufende US-Quartalsberichtssaison. In der Nacht lieferte der chinesische HSBC/Markit Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes positive Vorgaben. Mit 52 Zählern stieg** der Index im Juli auf den höchsten Stand seit 18 Monaten. Damit deutet sich in der zweitgrößten Volkswirtschaft ein beschleunigtes Momentum der Wirtschaftserholung an. Nichtsdestotrotz kam der DAX heute direkt zur Handelseröffnung zunächst unter Druck und fiel im Tief bis auf knapp unter 9.680 Punkte zurück. Quartalszahlen der Schwergewichte BASF und Unilever zeigten zwar ein Gewinnwachstum, verfehlten allerdings die Erwartung der Analysten. Auch der Rückgang des französischen Einkaufsmanagerindex der Herstellung im Juli auf 47,6 von 48,2 Zählern im Vormonat, belastete die Stimmung am Morgen. Positiv fiel wiederum der entsprechende Wert für den Dienstleistungsbereich aus, der mit 50,4 Punkten zum ersten Mal seit 3 Monaten wieder in den Bereich über 50 Zähler stieg, der Wachstum signalisiert. Der später folgende deutsche Einkaufsmanagerindex überraschte wiederum positiv*** und konnte den DAX wieder über der 9.700-Punkte-Marke stabilisieren. Im Juli stieg der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes und der Dienstleistungen auf ein 3-Monats-Hoch von 55,9 Zählern, nach 54 im Juni. Sowohl der Indexwert der Dienstleistungen als auch des produzierenden Gewerbes übertrafen dabei die Prognose der Volkswirte***. Damit deutet sich an, dass Deutschland nach einem eher schwachen zweiten Quartal mit Schwung in das dritte Quartal startet. Markit-Chefökonom Chris Williamson erklärte, dass auf Basis dieser Werte die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal um 0,8 Prozent wachsen könnte. Auch der zusammengesetzte EU-Einkaufsmanager-Index für den Monat Juli fiel mit 54 Punkten besser aus als die erwarteten 52,8 Zähler***. Die Zahlen schüren Hoffnung einer Wiederaufnahme des Wirtschaftsaufschwunges in der Eurozone, nachdem das zweite Quartal relativ schwach ausgefallen sein dürfte. Für den DAX hellt sich damit die Stimmungslage erheblich auf. Denn die Underperformance der europäischen Börsen gegenüber den US-Märkten die seit einiger Zeit beobachtet werden konnte, war auch den schwachen EU-Konjunkturdaten geschuldet. Sollten sich diese weiter aufhellen, besteht die Möglichkeit einer Verringerung der Diskrepanz der europäischen Indizes zu den sich weiter auf Rekordjagd befindlichen US-Leitindizes. Begrenzt werden weitere Erholungsbestrebungen im DAX aktuell durch Unsicherheit über potenzielle EU-Sanktionen gegen Russland, die heute beschlossen werden könnten. Allerdings deutet sich nach Erklärungen mehrerer EU-Diplomaten bereits an, dass diese nicht besonders umfassend ausfallen werden. Dies könnte dem DAX entscheidende Impulse zur Überwindung der 9.800-Punkte-Marke geben. Aus den USA werden heute unter anderem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung erwartet, die mit 305.000 Stellen*** nur geringfügig über den in der Vorwoche vermeldeten 302.000 Stellen liegen könnten. Des Weiteren geht die Quartalsberichtssaison ungehindert weiter. So werden unter anderem Zahlen der American Airlines, Eli Lilly und Caterpillar erwartet. Die überwiegend positiv verlaufende Quartalsberichtssaison in den USA lässt Investoren wieder risikofreudiger werden und führte zuletzt zu einer geringeren Nachfrage bei den als sicher gehandelten Werten wie Gold und JPY. So fällt der Goldpreis aktuell wieder unter die 1.300 US-Dollar-Marke. Der Wechselkurs des USD/JPY-Währungspaares stieg zuletzt auf knapp 101,60, nachdem der Kurs am Freitag im Tief bei 101,10 JPY lag. Vor Eröffnung des Präsenzhandels handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P über den jeweiligen gestrigen Schlusskursen. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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