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Dow-Gold-Ratio und Gold-Silber-Ratio senden Warnsignale

CMC Markets

Die Stimmen mehren sich, dass das Einfrieren der Wirtschaft zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus zu einer tieferen Rezession in der Weltwirtschaft führen wird als man das bisher kannte. Selbst die weltweiten Rezessionen von Anfang der 90er Jahre und nach dem Platzen der Internetspekulationsblase des Jahres 2000 oder die Rezession Anfang der 1980er Jahre oder die große Finanzkrise 2007 könnten im Vergleich zu dem, was jetzt kommen könnte, fast harmlos wirken. 

Dies ist die Meinung einer wachsenden Zahl von Experten, darunter auch die US-Investmentbank Goldman Sachs.  Betrachtet man außerdem das Preisverhältnis zwischen Gold und Silber - die so genannte Gold-Silber-Ratio - dann stellt man fest, dass das Silber noch nie in der aufgezeichneten Geschichte so günstig relativ zum Goldpreis war wie aktuell. Im Jahr 1941 benötigte man 97,31 Unzen Silber, um eine Unze Gold zu kaufen.  In der Rezession im Jahr 1991 benötigte man 99,47 Unzen Silber. Zeitweise benötigte man vor einer Woche 126,56 Unzen Silber, um eine Unze Gold zu kaufen.

Gold/Silber-Ratio: Ist das Rekordhoch wirklich so dramatisch?

Warum das relevant ist versteht man, wenn man sich den Verbrauch von Gold und Silber näher ansieht. Silber ist historisch betrachtet ein stark in der Industrie nachgefragtes Edelmetall, während Gold primär ein Schmuckmetall ist und daneben auch als ein sicherer Hafen in unsicheren Zeiten von Anlegern angesehen wird. Desto höher die Gold-Silber-Ratio also steigt, desto mehr Misstrauen in das Funktionieren der Industrie und desto mehr Absicherungsbedarf gegen eine mögliche Rezession oder Ungemach in der Weltwirtschaft lässt sich ablesen.  Der Absicherungsbedarf gemessen an der Gold-Silber-Ratio ist also so hoch wie niemals zuvor.

Auf das Verhältnis des Dow-Jones-Index zum Goldpreis drückt Skepsis der Anleger aus. Hier wird der Dow Jones in Gold Unzen bewertet.  das ist Teil der intermarket Analyse, die technische Analysten betreiben, um verschiedene Märkte gegeneinanderlaufen zu lassen, um relative Stärke und relative Schwäche von Einsle Märkten besser erkennen zu können.

Dow-Gold-Ratio: Was ihr Sinken bedeuten könnte

Und diese Kurve fällt. Während die amerikanische Regierung unter US-Präsident Donald Trump durch Deregulierung, Neuverschuldung und Steuersenkungen versuchte das Wachstum nachhaltig anzuschieben, versuchte die Eurozone das Gegenteilige: Sie setzte drakonische  Sparmaßnahmen um. Beides half bislang nicht, nachhaltiges Wachstum zu erzeugen. Seit Herbst 2018 befindet sich die Dow-Gold-Ratio in einem Abwärtstrend. Damals benötigte man 22 Unzen Gold, um einmal den Dow Jones Index zu kaufen. Heute benötigt man nur noch 13 Unzen. Die Dow-Gold-Ratio,  ein Gradmesser für das Misstrauen der Anleger auch in die Wirksamkeit immer expansiver Geldpolitik der weltweiten Zentralbanken, lässt sich seit Alan Greenspans expansiver Geldpolitik an einer fallenden Dow Gold ratio ablesen. Das Gold wird immer wertvoller relativ zu Aktien, seit die Zentralbanken damit begonnen haben, ihre Geldpolitik immer weiter zu lockern. Im August des Jahres 1999 benötigt man noch 45 Unzen Gold, um den Dow Jones zu kaufen. Aktuell reichen auch noch 32 Unzen Gold weniger aus, um den gleichen Kauf zu tätigen.

In einem Wirtschaftsumfeld, indem Anleger zunehmend Vertrauen in die Nachhaltigkeit des Wachstums, in die Maßnahmen der Wirtschaftspolitik und in die Geldpolitik fassen müsste die Dow-Gold-Ratio eigentlich übergeordnet steigen. Das tut sie nicht. Sie befindet sich seit über 20 Jahren in einem ziemlich steilen Abwärtstrend. 

Goldman Sachs: Es ist Zeit, in Gold zu gehen

Mit einem Blick auf die Charts beim Gold und beim Dow-Jones-Index für amerikanische Industrieaktien befinden wir uns jetzt an zentralen Schaltstellen. Im Goldpreis besteht nun wieder die Möglichkeit für die Wiederaufnahme eines Aufwärtstrends. Wir sind wieder über die vor sieben Jahren als Auslöser für einen Ausverkauf gebrochene Unterstützung von 1532 $ angestiegen. Die wichtige Erkenntnis daraus ist, dass dies trotz des weltweiten Börsencrash geschieht. Gold wurde während des Börsencrashs ebenfalls in Sippenhaft mit verkauft, aber knapp unter 1532 $ fing sich der Goldpreis wieder und fand neue Käufer. Die Verkäufer von vor sieben Jahren sind also nicht wieder aktiv geworden. Die US-Investmentbank Goldman Sachs, die vor sieben Jahren zum Verkauf von Gold riet, schreib mittlerweile, dass es an der Zeit sei, wieder in Gold zu investieren. Liegt sie richtig?

Goldpreis: Wie damals im November 2008?

Goldman Sachs geht davon aus, dass Angst getriebene Goldkäufe die Liquidität im Gold bestimmen könnten. Genau so ein Szenario gab es auch im November des Jahres 2008. Damals stieg der Goldpreis von 724 US-Dollar in den Folgemonaten bis 1921 US-Dollar an. Es gab also eine Preissteigerung 165 %. Nun sollte man die technische Lage im Blick behalten - vor allem das Verhalten des Goldpreises relativ zu der wichtigen Unterstützung von 1532 US-Dollar. Hält sich Gold darüber besteht die Möglichkeit für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Erst bei einem Rutsch darunter würde die technische Situation abermals ins Wanken geraten. 

Goldpreis 2020 bei 3000 Dollar?

Misst man den Aufwärtsimpuls von Dezember 2015 bis Juli 2016 im Goldpreis von 1046,44 bis 1375,26 USD/Unze dann kann man feststellen, das auf das Tief dieses Impulses keine tieferen Tiefs folgten. Im Gegenteil: Es bildete sich im Juni 2019 ein höheres Hoch! Wir haben also ein 123-Tief vorliegen (wir erklären das 123-Muster hier und hier). Man kann sich an eingezeichneten Fibonacci-Marken orientieren, um mögliche Unterstützungen und Widerstände zu erkennen. 

 

Dow Jones: Ende des längsten Bullenmarktes der Geschichte?

Interessant wird es außerdem auf Monatsschlusskursbasis im Dow Jones Index für amerikanische Industrieaktien. Der Dow Jones steht jetzt angesichts der starken Kursgewinne von gestern in Reichweite einer wichtigen technischen Marke. Diese liegt bei 21494 Punkten. Sie wurde heute Morgen getestet. Wir sind dynamisch davon nach unten abgeprallt. Würde der Dow-Jones-Index unterhalb dieser Marke den Monat März abschließen, würde ein seit Januar 2018 ausgebildetes umgekehrtes Dreieck aktiviert. Dieses charttechnische Muster könnte als Beendigung des elfjährigen Bullenmarktes an der Wallstreet gewertet werden. Wird ein Schlusskurs unter 21494 Punkten allerdings vermieden würde auch dieses Trendwende Muster nicht aktiviert und wir könnten einen starken Monat April vor uns haben.


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