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Die Gewinnrezession muss enden!

Nachdem die Zentralbanken den Märkten geldpolitische Antidepressiva verabreichten geht es nun maßgeblich um die Frage, ob die Unternehmen ihre Gewinnprognosen für das zweite Halbjahr im großen Stil nach unten korrigieren müssen. Die Geschäfte, das wissen wir, laufen derzeit weitaus schlechter, als wir das zu Jahresbeginn noch alle erwartet haben und jetzt hängt alles vom G20-Gipfel in Japan ab, an dem sich der amerikanische Präsident mit seinem chinesischen Amtskollegen an einen Tisch setzen will, um im laufenden Handelsstreit den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen, der im Mai abgerissen ist. Wir müssen also jetzt einmal abwarten, was da in Osaka auf die Märkte zukommen wird. Die Bullen hoffen auf eine Einigung. Skepsis bezüglich eines Erfolgs bleibt allerdings angebracht, nachdem beide Mächte der Weltöffentlichkeit zuletzt wieder wochenlang und offenkundig die Nichtvereinbarkeit unterschiedlicher Weltanschauungen und Interpretationen von Wirtschaftssystemen demonstrierten. 

Wir müssen uns mit oder ohne Einigung schon einmal mit dem Gedanken abfinden, dass zahlreiche Firmen negativ über ihren Gewinnausblick sprechen werden. Wie zum Beispiel am Sonntag Daimler, die ihre dritte Gewinnwarnung in diesem Jahr aussprechen - der Gewinn wird jetzt nur noch auf Vorjahresniveau erwartet, wo zuvor ein kleiner Anstieg vorhergesagt wurde. Spannend wird eine Woche nach der Gewinnwarnung außerdem heute der Kapitalmarkttag bei Lufthansa - hier wird es auch um die Frage gehen, warum die Prognosen so viel stärker gesenkt wurden, als zuvor erwartet, und das vor allem auch nachdem der Vorstand von Lufthansa zwei Wochen zuvor in einem Interview noch sagte, es laufe eigentlich recht gut. 

Also da ist viel Hoffnung im Markt. Wenn wir wirklich sehen wollen dass der DAX über 12500 Punkte ausbricht dann müssen wir ein Ende dieser Gewinnrezession sehen. Die Gewinne müssen also aufhören zu fallen. Dann können wir im zweiten Halbjahr auch eine Erholung des Wachstums erwarten. 


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