Derzeit werden an der Börse die potenziellen Auswirkungen des Virus auf eine vorübergehende, moderate Belastung des weltweiten Wachstums reduziert, das später im Jahr nachgeholt werden kann. Dennoch war es der Wall Street gestern nur temporär gelungen, einen Trend nach oben auszubilden. Der US 30 Cash CFD scheiterte nach der traditionellen Mittagsschlaf-Pause in New York um 20 Uhr daran, ein neues Hoch zu machen. Was folgte, waren Gewinnmitnahmen. Der Glaube an die Erholung ist da, aber zu weit will man sich nicht aus dem Fenster lehnen. Aktuell notiert der US 30 Cash CFD inmitten der vorbörslichen Spanne von gestern.

Ford dämpft die Stimmung

Die Kontraste könnten derzeit nicht größer sein. Während Tesla gestern zeitweise fast weitere 25% zulegen konnte brach bei Ford der Aktienkurs nachbörslich 8% ein. Ford meldete wegen schlechten Autoabsätzen keine guten Ergebnisse und sprach auch gleich noch eine Gewinnwarnung für das laufende Quartal aus. Kaufen die Menschen jetzt nur noch Teslas? Man will es meinen. Tesla jedenfalls ist mittlerweile viermal so viel wert wie Ford. Die Zeiten ändern sich. Oder ist es nur ein Hype? Technisch betrachtet stellt der Markt unter $9,05 bei Ford die Bodenbildung des Jahreswechsels 2018/19 in Frage. 

Tesla: Wie lange hält der Rally-Akku?

Wie ich gestern bereits hier ausführte muss man in der aktuellen Rally bei Tesla auf einen Abwärtsimpuls - eine Eins warten - die Ausgangspunkt werden kö nnte für ein 123-Top. Dieser Abwärtsimpuls fehlte, bis gestern um 21:45 Uhr dann doch Gewinnmitnahmen in den Markt kamen. Tesla hat nun im 5-Minuten-Kerzenintervall einen Abwärtsimpuls. Dieser kann der Anfang einer Top-Bildung werden. Achten Sie in der heutigen Handels-Session darauf, ob es Tesla gelingt, das gestrige Hoch bei $968,85 noch einmal zu überschreiten! Worauf es dann ankommen könnte erfahren Sie hier.

Ölpreis dringt etwas tiefer ins Bärenland vor

Auch die OPEC+ ist derzeit uneins darüber, ob das Coronavirus eine vorübergehende Delle in der Ölnachfrage auslösen wird oder ob man die Fördermengen noch einmal kürzen sollte, um einem Überlaufen der weltweiten Lagerbestände vorzubeugen. Bislang wurde viel diskutiert und vorgeschlagen, aber eine Einigung ist nicht in Sicht. Saudi Arabien sprach von einer weiteren Fördermengenkürzung um eine Million Barrels pro Tag, die OPEC+ diskutierte eher über 500.000 Barrels pro Tag. Die Erholung an den chinesischen Börsen gestern hat wohl für soviel Zuversicht gesorgt, dass heute Morgen nur noch darüber gesprochen wird, dass die Fördermengen in diesem Jahr wahrscheinlich nicht angehoben werden. Man geht also einen Schritt zurück. Der Ölmarkt bleibt technisch unter 51,41 Dollar angeschlagen. Unter diesem Preis stellt der Markt die Bodenbildung des Jahres 2016 in Frage.

DAX orientiert sich am Durchschnitt

Der DAX orientiert sich am Durchschnitt, um genau zu sein: Am exponentiell gewichteten 20-Tage-Durchschnitt. Der liegt bei 13296 Punkten und war gestern und könnte heute erneut ein Widerstand sein. Darüber steht bei 13381 Punkten eine wichtige Widerstandsmarke im Markt. Unterstützend könnte bei Verkäufen am heutigen Vormittag 13221 Punkte wirken. 

Die Faktoren, die für eine Erholung der Weltwirtschaft in diesem Jahr sorgen könnten, sind trotz des Virus intakt. Die weltweite Fiskal- und Geldpolitik ist förderlich für das Wachstum. Die Stimmung im Handelsstreit zwischen den USA und China ist besser. Und die Konjunkturdaten rund um den Globus zeigen eine Stabilisierung des Wachstums. Selbst die industrielle Produktion, die sich im vergangenen Jahr in weiten Teilen der Welt in einer Rezession befand, erlebt eine Erholung.

Abermals scheinen die Untergangsprediger mit ihren Vorhersagen der ökonomischen Apokalypse falsch zu liegen. Klar ist, dass Chinas Wirtschaftswachstum im ersten Quartal durch den Virus belastet wird. Die Dauer, in der die Warenströme und Produktionszyklen unterbrochen bleiben, wird ultimativ darüber entscheiden, wie stark die Abschwächung des Wachstums sein wird.

Die chinesischen Behörden haben resolut gehandelt bei der Abschottung der gefährdeten Regionen. Während dies dazu führt, dass die wirtschaftliche Aktivität kurzfristig stärker leidet, könnte die Entschiedenheit aber helfen, die Erholung früher eintreten zu lassen, da die Probleme regional begrenzt bleiben. Hätte China nicht so gehandelt, gäbe es heute vermutlich weitaus mehr weltweite Infektionen.

Kurzfristig also mehr Volatilität, mittelfristig aber kann es zu einer umso stärkeren Erholung mit Nachholeffekten kommen. Die chinesische Regierung hat Möglichkeiten, durch Infrastrukturinvestitionen und andere fiskalpolitische Stützen der drohenden Wachstumsdelle durch das Coronavirus zu begegnen. Dass heute Aktien von Fluggesellschaften wie der Lufthansa schon wieder gekauft werden, zeigt, dass Anleger ihren Optimismus bereits wiedergefunden haben. Lufthansa bildet im Tageskerzenchart ein 123-Tief aus. Also einen Boden aus Sicht der Charttechnik. Strecken die Anleger bereits ihre Nase in Richtung einer Erholung in den kommenden Wochen? Tatsächlich schreibt die chinesische und staatsnahe Global Times, dass der Höhepunkt der Infektionen mit dem Coronavirus am 21. Februar eintreten könnte. Haken die Börsen das Thema jetzt ab?

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LandKommissionHebel ab*Short?**Handelszeiten
DeutschlandEUR 55:1Täglich 09:00-17:30
USAUSD 105:1Täglich 15:30-22:00
Großbritannien0,08% (mind. GBP 9,00)5:1Täglich 09:00-17:30
Australien0,09% (mind. AUD 9,00)5:1Täglich 00:00-06:00
Österreich0,05% (mind. EUR 5)5:1Täglich 09:00-17:30
Belgien0,06% (mind. EUR 5)5:1Täglich 09:00-17:30
Kanada2 Cent (mind. CAD 10)5:1Täglich 15:30-22:00
Dänemark0,08% (mind. DKK 90,00)5:1Täglich 09:00-16:50
Finnland0,08% (EUR 9,00)5:1Täglich 09:00-17:30
Frankreich0,06% (mind. EUR 5)5:1Täglich 09:00-17:30
Hong Kong0,18% (mind. HKD 50,00)5:1Täglich 02:30-05:00 und 06:00-09:00
Irland0,08% (mind. EUR 9)5:1Täglich 09:00-17:30
Italien0,10% (mind. EUR 5)5:1Täglich 09:00-17:25
Japan0,15% (mind. JPY 1000)5:1Täglich 01:00-03:30 und 04:30-07:00
Niederlande0,08% (mind. EUR 9)5:1Täglich 09:00-17:30
Neuseeland0,10% (mind. NZD 7)5:1Täglich 01:00-04:45 und 22:00-01:00
Norwegen0,04% (mind. NOK 39,00)5:1Täglich 09:00-16:20
Polen0,18% (mind. PLN 50,00)5:1Täglich 09:00-16:50
Portugal0,08% (mind. EUR 9,00)5:1Täglich 09:00-17:30
Singapur0,10% (mind. SGD 10,00)5:1Täglich 02:00-10:00
Spanien0,06% (mind. EUR 5)5:1Täglich 09:00-17:30
Schweden0,04% (mind. SEK 49,00)5:1Täglich 09:00-17:25
Schweiz0,08% (mind. CHF 9,00)5:1Täglich 09:00-17:20

*Der Hebel verstärkt Gewinne und Verluste gleichermaßen.
**Bitte beachten Sie, dass wir nach eigenem Ermessen Ihre Möglichkeit long oder short zu gehen einschränken können.