Wir haben überraschende Daten bekommen aus China: Der Einkaufsmanagerindex der Industrie ist auf 52 gestiegen und damit über den Erwartungen von 45 ausgefallen. Das hat aber mehr etwas mit Basiseffekten zu tun als mit einer Entwarnung für die chinesische Volkswirtschaft. Im Februar lag der Wert bei lediglich 35,7. Nimmt man einen Schnitt der Monate Februar und März erhält man 43,9 und das dürfte eher das widerspiegeln, worauf die festlandchinesischen Aktien heute Morgen auch reagieren. Sie sinken um über 1%, nachdem sie zunächst fester eröffneten.

Wir sind in einer Situation in den USA und auch in Deutschland, in der wir die konjunkturellen Auswirkungen noch gar nicht so richtig erfassen können. Außerdem befinden wir und jetzt am Monatsende und am Quartalsende. Es gibt automatische Käufe von Pensionskassen, die - wie es zum Beispiel Goldman Sachs formuliert - so hoch sind, das man sich an keine höheren Werte in der jüngsten Vergangenheit erinnern kann. Es gibt also eine latent hohe Nachfrage nach Aktienkäufen durch Pensionskassen. Die Käufe sollens ich laut Goldman Sachs auf den heutigen Tag konzentrieren. Fällt der Markt also morgen in ein Nachfrageloch?

Außerdem befindet sich der DAX derzeit in einer saisonal starken Zeit. Beide Effekte könnten die negativen Effekte aus dem Coronavirus überlagern. Seit Mitte letzter Woche bewegt sich der DAX seitwärts.