DAX mit Rücksetzer – Warum dennoch die Korrektur ausbleiben könnte, auf die alle warten
Andreas Paciorek, Marktanalyst CMC Markets, 04. März 2015 10.000, 11.000, und weiter über 11.400 Punkte – die Rally des Deutschen Aktienindex schien lange Zeit nichts bremsen zu können, über 16 Prozent das Plus seit Jahresbeginn. Aber nun nach sieben Wochen mit steigenden Kursen sieht es aktuell so aus, als würde den Markt die Kraft verlassen. Dabei sah es in den vergangenen zwei Monaten häufiger genau so aus und die Pessimisten riefen den Start einer notwendigen Korrektur aus. Dann aber griffen auf leicht tieferem Niveau schon wieder viele Anleger zu, die nur darauf gewartet hatten, nicht „ganz oben“ einsteigen zu müssen. Störfeuer nur noch aus weiter Ferne sichtbar Vieles spricht dafür, dass sich dieses Szenario auch jetzt wiederholt, spätestens bei 11.000 Punkten sollte der DAX wieder durch zunehmende Käufe aufgefangen werden. Die Störfeuer aus Griechenland und der Ukraine sind zwar nicht vollständig erloschen, sondern nur noch aus weiter Ferne sichtbar. Zu stark wiegt dagegen das geldpolitische Kauf-Argument einer Europäischen Zentralbank, die jetzt beginnt, für 60 Milliarden Euro monatlich Staatsanleihen aufzukaufen und so den Markt nach amerikanischem Vorbild mit Geld flutet. Notenbank-Geld treibt Börsenkurse [[{"type":"media","view_mode":"media_large","fid":"10945","attributes":{"alt":"150305_Chart_DAX.JPG","class":"media-image","height":"190","typeof":"foaf:Image","width":"580"}}]] Das jetzt anlaufende Staatsanleihekaufprogramm der EZB hat die Renditen der Staatsanleihen schon in den vergangenen Wochen auf neue Tiefs gedrückt. Die Vermögensverwalter sind dadurch noch stärker auf besser rentierende Aktien angewiesen. Wirft man einen Blick auf die Entwicklung der US-Märkte, denen die europäischen Märkte fast eins zu eins folgten, als die US-Notenbank ihre Bilanzsumme von einer auf über vier Billionen US-Dollar ausweitete, sieht man, wie Notenbank-Geld die Börsenkurse vor sich her treiben kann. Der S&P 500 konnte sich in dieser Zeit mehr als verdoppeln. Interessant dabei, mit jeder Stagnation der Bilanzsumme kam auch der Aufwärtstrend ins Stocken. Europäische Zentralbank hat den Staffelstab übernommen Nun, da aber die Europäische Zentralbank die Fahne weiterträgt, könnte sich der Trend unverdrossen fortsetzen. Mehr noch, die europäischen Märkte und damit auch der DAX könnten jetzt die Wall Street abhängen. Das Gegenargument lautet an dieser Stelle häufig, der deutsche Markt habe ein solches QE-Programm schon vorweggenommen und alles sei eingepreist. Da wäre ich skeptisch. Mit Blick auf die Kursentwicklung sieht man, dass die Kurse an der Wall Street die QE-Programme eben nicht vorweggenommen haben, sondern sie sind im Gleichlauf zur FED-Bilanz gestiegen. So könnte nun auch mit der EZB-Bilanz-Ausweitung um knapp eine Billion Euro ein kontinuierlicher Kursanstieg einhergehen. Schwacher Euro und billiges Öl stützen Rückenwind sollte dabei zusätzlich vom schwachen Euro und dem billigen Öl kommen. Dabei dürfte das Erholungspotenzial im Euro begrenzt sein, da eine Verlängerung des griechischen Hilfsprogrammes oder eine anderweitige Lösung schon bald wieder auf der Tagesordnung stehen dürften. Aus dem niedrigen Euro-Kurs folgt nicht nur eine verbesserte globale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der Eurozone. Angelsächsische Investoren begeben sich mit wertvollen US-Dollars bewaffnet auf Einkaufstour in den Euroraum, mit Hauptziel Deutschland. Warren Buffets Einkauf in Hamburg dürfte dabei nur den Auftakt darstellen. Denn im Vergleich zu US-Aktien sind europäische Titel weiterhin viel günstiger, bei gleichzeitiger Aussicht auf eine weitere Erholung der europäischen Konjunktur. Findet die EZB genug Verkäufer von Staatsanleihen? Trotzdem sollte man sich der schlummernden Risiken bewusst sein. Interessanterweise könnte gerade innerhalb des EZB-Anleihekaufprogramms ein Risikofaktor schlummern. Genau dann, wenn die EZB Schwierigkeiten bekommen sollte, ihre Bilanz wie gewünscht auszuweiten, weil sie auf zu wenig Angebot trifft. Dabei dürfte dies dann aber auch für Aktien gelten, so dass mit dem Fehlen bereitwilliger Verkäufer ein kurzfristiger Rückschlag unter 11.000 Punkte eher unwahrscheinlich erscheint. Disclaimer: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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