Es geht heiß her im DAX

Der DAX hat einen kleinen Crash hinter sich. In nur drei Tagen sank der Kurs in der vergangenen Woche um 675 Punkte oder 5,4%. Was dramatisch aussieht passt perfekt zum saisonalen Verlauf des Jahres. Und es gibt weitere gute Nachrichten: Die Bodenbildung ist nach wie vor intakt und jetzt arbeitet auch das saisonale Verlaufsmuster für den DAX.

Technische Situation: 700-Punkte-Rally voraus?

Nach dem Rutsch um 675 Punkte könnte der DAX in den kommenden Monaten um 700 Punkte steigen. Wichtig ist dafür aus technischer Sicht, dass der Punkt 1 eines 123-Bodens vom Sommer nicht mehr unterschritten wird. Diese Punkt 1 liegt bei 11853 Punkten. Solange der Index über dieser Unterstützung notiert sind Anstiege zu den oberen Fibonacci-Preiserweiterungen möglich. Das nächste dieser möglichen Anstiegsziele liegt bei 12216 Punkten. Darüber gibt es weitere bei 12441 und 12804 Punkten. Ein Schlusskurs über einer dieser Fibonacci-Preiserweiterung kann als mögliches Signal für einen Anstieg bis zum nächst höheren Ziel betrachtet werden. Das bärische Szenario muss gleichwohl einkalkuliert werden. Rutscht der DAX unter 11853 Punkten und bestätigt dann diese Marke als Widerstand geriete der 123-Boden vom Sommer gehörig unter Druck. Dann könnte es zu einem Rutsch auf 11266 Punkte kommen – das Tief vom August dieses Jahres!

Saisonales Muster: Jahresend-Rally voraus?

Ein Anleger, der am 4. Oktober den DAX kauft und diesen am 31. Dezember wieder verkauft hätte im Schnitt der letzten zehn Jahre einen Gewinn von annualisiert 23,7% bei einer Trefferquote von 77,78% erzielt. Das verrät die saisonale Betrachtung von Seasonax. Dort hat man den typischen Verlauf des DAX über die vergangenen zehn Jahre ausgewertet und kam zu diesem Verlaufschart:


Das Tief des Jahres liegt normalerweise am 4. Oktober. Das Tief der aktuellen Abwärtsbewegung lag bei 11820 Punkten und wurde am 3. Oktober erreicht. Die gute Nachricht: Seit Freitag spricht die Statistik bis Jahresende nun wieder für einen steigenden Aktienmarkt. Zumindest aus dieser Sicht besteht also die Hoffnung, dass nach dem schlechten Start in den Oktober jetzt eine bessere Börsenphase vor uns liegt.