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Der DAX arbeitet heute Morgen an dem Hoch vom Freitag von 12083 Punkten und sollte er das knacken wäre Platz bis 12180 Punkte. Im bärischen Falle kann er 12026 Punkte nicht verteidigen, darunter könnte es dann wieder ruppiger werden mit dem Gesamtmarkt. Die chinesische Regierung kündigt heute Morgen eine weitere Öffnung des heimischen Kapitalmarktes an und führt damit seinen Kurs fort, der auch von den Amerikanern grundsätzlich im Zuge der Verhandlungen um einen neuen Handelsvertrag gefordert wird.

Eine Abwertung des Yuan unter 7 Dollar sei nicht etwas, was China dulden werde, hieß es gestern weiter - die neuen Strafzölle, die ohne eine Verschiebung am Samstag in Kraft treten werden würden Chinas Wirtschaft nicht nervös machen, hieß es da gestern aus Peking. Im Vorfeld war erwartet worden dass China seine Währung abwerten könnte um die neuen Strafzölle auszugleichen.

Dass es nicht dazu kommt ist eine gute Nachricht. Der Chef von Huawei verlor gestern in einem Interview auf Bloomberg hingegen die Contenance und sagte, dass die Tweets von Donald Trump lächerlich seien, da sie sich widersprechen würden. Einen Apple-Boykott durch China erwartet der Huawei-CEO allerdings nicht. Auch er zeigt sich selbstsicher: Apple sei ein guter Lehrer, und man werde bald an Apple vorbeiziehen - der Grund, warum Trump Huawei blockiere sei der, dass Huawei in Schlüsseltechnologien schon sehr viel weiter als die amerikanischen Unternehmen ist.

Das sind die roten Linien, die China gezogen hat Wir werden sehen, ob die amerikanische Regierung bereit ist, diese zu akzeptieren. Für die Märkte geht es in dieser Woche um die Frage, ob die amerikanische Regierung ihre Strafzölle vor Samstag zurückziehen und möglicherweise um 30-40 Tage verzögern wird, wie es Finanzminister Mnuchin vorschlug. Mit jedem Tag ohne eine solche Erlösung könnte jetzt die Stimmung immer schlechter werden.