DAX am Morgen: DAX tanzt auf der Rasierklinge – US-Daten enttäuschen

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Während die US-Börsen den Einbruch des Empire State Index auf den tiefsten Stand seit 2009 zu Handelsbeginn schnell wieder wegsteckten, tat sich der Deutsche Aktienindex schwer damit, die Verluste wieder aufzuholen. Zu gefährlich ist das Terrain, auf welchem sich der Index aktuell bewegt. Der vielbeachtete Durchschnitt der letzten 200 Tage im DAX wurde nach den US-Daten schnell und heftig durchbrochen, erst bei 10.818 Punkten kam der Verkaufszug zum Stehen. Der anschließende Versuch, die Marke von 10.930 Punkten zu erreichen, wo diese Linie verläuft, fiel nur halbherzig aus. Fundamental ist regelrecht Angst vor einer weltweiten Konjunkturabkühlung ausgebrochen. Keiner spricht mehr von Zinswende, hier und da ist gar das Wort Rezession zu hören. Denn zusammen mit China würde eine Konjunkturschwäche auch in den USA den deutschen Exporteuren gar nicht gut bekommen. Liefe in den USA wenigstens alles auf eine erste Zinserhöhung im September hinaus, würde dies den Euro noch etwas schwächen, was den europäischen Unternehmen zu einer verbesserten Wettbewerbslage verhelfen würde, so die Hoffnung der heimischen Anleger. Die Zinswende findet aber nur dann statt, wenn die US-Wirtschaft auch mitspielt, wonach die heutigen Zahlen nicht aussehen. Allzu stark gewichten sollte man den Empire State Index nun aber auch nicht, da dieser sich häufig volatil zeigt und andere Daten zuletzt die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Belebung in den USA aufrecht hielten. Im Fokus in dieser Woche stehen ohnehin die Sitzungsprotokolle der US-Notenbank am Mittwoch. Aus charttechnischer Sicht zeigte sich heute ein Rückfall des DAX bis in die Region von 10.800 Zählern, die als Unterstützung fungierte. Mit dem kräftigen Rebound zurück an die 200-Tages-Durchschnittslinie um aktuell knapp 10.930 Punkte behält der Index sich damit die Möglichkeit, dass es sich lediglich um einen Panik-Spike handelt, dem ein Reversal folgt. Dennoch bleibt die Situation nun natürlich kritisch. Die 10.800 Zähler sollten möglichst verteidigt werden, um keinen Test der 10.650 zu riskieren, denn darunter könnte die 10.000er Marke wieder anvisiert werden. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.