DAX am Morgen: DAX startet nach Terroranschlägen im Minus - Geldpolitik bleibt im Fokus der Anleger
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktstratege Die furchtbaren Anschläge in Paris am Freitagabend hinterlassen auch an den Börsen zum Start in die neue Handelswoche ihre Spuren. Insbesondere Aktien von Fluggesellschaften und Unternehmen aus der Tourismusbranche stehen unter Druck. Der Deutsche Aktienindex startete auch mit Verlusten, kann diese aber in der ersten Handelsstunde fast vollständig wieder aufholen. Einerseits besteht zwar nun die Gefahr, dass die Terroranschläge den Katalysator für viele negative Entwicklungen in Europa und der Welt liefern. So steigt das Risiko eines weiteren Rechtsrucks in Europa und in Zukunft wieder dichteren Grenzen. Andererseits aber dürfte der Einfluss an den Börsen begrenzt bleiben. Denn hier dominieren weiterhin die geldpolitischen Spekulationen, die von einer angesetzten Rede von Mario Draghi am späten Vormittag neue Nahrung erhalten könnten oder eben auch nicht. Wie sehr die Ohren der Investoren an den Lippen der Notenbanker kleben, hat man bereits in der vergangenen Woche bei einigen Reden dieser Art beobachten können. Bis eine Entscheidung der EZB Anfang Dezember ansteht, werden die Börsen weiter im Takt der Notenbank-Rhetorik tanzen. Auch schon vor den schrecklichen Attentaten im Herzen Europas begannen die Kurse der weltweiten Börsen bereits wieder zu kippen. Dow Jones und S&P 500 fielen wieder unter ihre 200-Tage-Linien, EuroStoxx und DAX fielen auf neue 2-Wochen-Tiefs. Die fortgesetzten Abgaben an den Rohstoffmärkten liefern ein Warnsignal für die globale Konjunkturentwicklung, während die US-Notenbank gewillt scheint, ihre Geldpolitik zu straffen. Die Unsicherheit der Investoren darüber, ob die Welt und die US-Konjunktur schon jetzt bereit für einen solchen Schritt sind, wird die Aktienmärkte weiter in Schach halten. Ob die USA bereits im Dezember die Zinsen anheben werden, darüber könnten der heute veröffentlichte Empire State Index und morgen insbesondere die US-Inflations- und –Industrieproduktionszahlen weitere Hinweise liefern. Aus charttechnischer Sicht sehen wir im Wochenchart des DAX nun eine bärische Kerze, die die Vorwochenkerze umschließt und damit das Chartbild erheblich eintrübt. Das Tief der beiden Vorwochen um 10.700 Punkte wirkt nun als potenzieller Widerstand. Solange die Rückeroberung nicht gelingt, könnten die Bären versucht sein, die 10.500-Punkte-Marke anzusteuern. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.