DAX am Morgen: DAX macht wieder kehrt – Nach der EZB ist vor den NFPs

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Während gestern noch die Vorfreude auf eine mögliche Ausweitung der Liquiditäts-Spritze durch die Europäische Zentralbank den Deutschen Aktienindex bis knapp an die Marke von 10.400 Punkten beförderte, folgt nun die Ernüchterung. Ob ein solches zusätzliches Geldgeschenk für die liquiditätsverwöhnten Börsen ohne größere Konfrontation mit der deutschen Seite machbar wäre, ist eher fraglich. Außerdem wurde mit der gestrigen Abwertungsrede von Mario Draghi auch fast die Hälfte der jüngsten Yuan-Abwertung gegenüber dem Euro wieder rückgängig gemacht. Dabei ist ja gerade die China-Schwäche hervorgerufen unter anderem durch schwache Exporte der Umstand, der die Börsen in diesen Wochen in Turbulenzen versetzt. Sollten nun andere Länder dem europäischen Vorbild folgen, würde der Währungs-Abwertungswettlauf in eine neue Runde gehen und China Mühe haben, seine Wettbewerbsfähigkeit durch einen schwachen Yuan zu verbessern. Heute nun aber richten sich die Blicke auf die US-Arbeitsmarktdaten. Sollten diese kräftig genug ausfallen, dann wäre eine Zinswende in den USA im September die wahrscheinliche Option. Im globalen Abwertungswettlauf könnten sich die USA dann als Anker der Stabilität erweisen und die Bürde der Dollar-Aufwertung auf sich nehmen, allein schon deshalb, um sich die Möglichkeit zu schaffen, bei einer Abkühlung ihrer Wirtschaft wieder mit einer Zinssenkung reagieren zu können. Aus charttechnischer Sicht wirkt die Möglichkeit eines "Death Cross", also der Kreuzung der 50-und 200-Tages-Linie von oben nach unten, bedrohlich. Auf der anderen Seite sehen wir nach dem jüngsten Ausverkauf eine bullische Divergenz zum MACD und RSI. Auf der Oberseite stehen die 10.220 und 10.260 als potenzielle Widerstände im Fokus, darüber das Kassa-Gap bei 10.317 Punkten. Auf der Unterseite könnte die 10.133 eine potenzielle Unterstützung darstellen. Kann diese Marke nicht gehalten werden, dann droht ein Abrutschen auf die 10.075 und darunter in die Zone zwischen 9.960 und 9.990 Punkten. Unter 9.885 würde es wieder ziemlich kritisch mit potenziellen Verlusten in die Region von 9.500 Punkten. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.