DAX am Morgen: DAX kämpft gegen den Abwärtsdruck – Zahlreiche Faktoren belasten
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktstratege Die gestiegene Wahrscheinlichkeit für eine Zinswende in den USA, schwache Daten aus China und Befürchtungen, dass die EZB die erhoffte QE-Ausweitung im Dezember doch nicht durchzieht, das alles belastet aktuell die Stimmung an den Aktienmärkten. Dabei kann alles stets von zwei Seiten betrachtet werden: Stimuli-Hoffnung aus China gegenüber globalen Konjunktursorgen, Schwacher Euro versus sinkende Wahrscheinlichkeit einer handelnden EZB, und ein boomender US-Arbeitsmarkt versus dem Gegenwind für US-Unternehmen durch einen starken Dollar. Aktuell aber überwiegen die Zweifel, wobei aber auch eine Rolle spielen dürfte, dass bereits durch die Rally im Oktober jede Menge Optimismus eingepreist wurde. China dürfte diese Woche weiter im Fokus bleiben, nachdem die Erzeugerpreise und die Inflationsentwicklung enttäuschten. Zusätzliche Stimuli würden die Marktteilnehmer erfreuen, aber eine erneute Abwertung des Yuan könnte an den Märkten wieder für eine größere Unsicherheit sorgen. Durch die Koppelung des Yuan an den US-Dollar wurde mit der letzten Dollar-Rally die komplette Abschwächung des Yuan gegen Euro und Yen durch den Abwertungsschritt im August zunichte gemacht. Damit ist die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Abwertung des Yuan in den kommenden Wochen wahrscheinlicher geworden. Am deutschen Aktienmarkt haben die gestern veröffentlichten Äußerungen ungenannter EZB-Ratsmitglieder das Risiko einer zu großen Zuversicht der Marktteilnehmer gegenüber einer QE-Ausweitung offengelegt. Dass diese Notenbanker eine Senkung des Banken-Einlagesatzes als die am wenigsten umstrittene geldpolitische Maßnahme für Dezember bezeichneten, liefert eventuell einen Hinweis darauf, dass sich die EZB angesichts eines Euro auf einem neuen 6,5-Monats-Tief gegen den Dollar vorerst weiter zurückhalten könnte. Der Handlungsdruck ist auf jeden Fall gesunken. Die Industrieproduktion in Frankreich lieferte heute Morgen ein positives Konjunktursignal für die Eurozone. Sollten die italienischen Zahlen daran anknüpfen, könnten die Wachstumszahlen aus der Eurozone, die am Freitag veröffentlicht werden, beruhigend wirken, was den Einfluss der chinesischen Schwäche auf die europäische Konjunktur anbelangt. Dies würde wiederum aber auch das Argument der EZB etwas entkräften, die als Risiko für die Eurozone auf die Schwellenländer verweist. Aus charttechnischer Sicht testet der DAX aktuell die untere Kanallinie vom 23.Oktober sowie eine kurzfristige Aufwärtstrendlinie vom 14. Oktober. Wenn diese potenziellen Unterstützungen nicht verteidigt werden können, dann droht auf der Unterseite der Test der 10.680-Punkte-Marke. Der jüngste Fehlausbruch über 11.000 Zähler erhöht dieses Risiko noch. Erst bei einem nachhaltigen Anstieg über 11.000 und einer Zurückeroberung der 200-Tage-Linie um 11.070 Zähler rückt die 11.260 wieder in den Fokus. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.