DAX am Morgen: DAX gibt leicht nach – Allein die Hoffnung auf billiges Geld reicht nicht mehr
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst So schnell können die Börsen dann eben doch nicht wieder in den altbekannten Modus umschalten: Schlechte Konjunkturdaten lassen eine lockere Geldpolitik erwarten, was wiederum zu steigenden Aktienkursen führt. Die Erholung an den Weltbörsen, die mit den schwachen US-Arbeitsmarktdaten eingesetzt hat und sich trotz weiterer Konjunkturwarnsignale fortsetzte, hatte den Anschein, als sei nun wieder die Geldpolitik die Triebfeder für höhere Kurse. Insbesondere von den Zentralbanken in Japan, China und nicht zuletzt von der Europäischen Zentralbank erhoffen sich die Anleger nun zusätzliche Impulse. Ob aber allein billiges Geld auf Dauer Kurse treiben kann, darüber ist jetzt intensives Nachdenken angesagt. Diese Zurückhaltung führt dazu, dass auch die Erholungsbewegung beim Deutschen Aktienindex heute erst einmal zum Erliegen kommt. Vieles von dieser Rally ging auf das Konto des sehr hohen Pessimismus in den vergangenen Tagen, der dann wiederum schnelle Aufwärtsbewegungen hervorrufen kann, da der Markt zuvor überverkauft war. Dass der DAX gegenüber schwachen Konjunkturdaten nun schon wieder immun ist, ist eher unwahrscheinlich, wie auch die enttäuschte Reaktion auf die schwachen Auftragseingänge an die deutsche Industrie zeigt. Zum einen befinden sich aufgrund der Erwartungshaltung der Marktteilnehmer die Notenbanken nun wieder in Zugzwang. Zum anderen werden die Investoren sehen wollen, dass die Quartalsberichtssaison glimpflich verläuft, denn zusätzliche Stimuli-Maßnahmen könnten in ihrer Wirkung auf die Geschäftsergebnisse beschränkt bleiben. Auch die Charttechnik spielte zuletzt eine stärkere Rolle. Sowohl der Dow Jones als auch der DAX testen aktuell mehrmonatige Abwärtstrendlinien, die wenn sie durchbrochen werden sollten, noch für etwas mehr Durchatmen an den Märkten sorgen könnten. Nach den schnellen großen Gewinnen der vergangenen Tage ist aber auch ein Rückfall vorstellbar, der die kurzzeitige Euphorie schnell wieder etwas dämpfen würde. Aus charttechnischer Sicht gilt es für den DAX, nun die Abwärtstrendlinie vom 18. August und die 9.890-Punkte-Marke zu überwinden. Dann könnte zunächst Platz geschaffen werden bis in die 10.000er Region. Darüber lauert um 10.080 Punkte ein potenzieller Widerstand. Auf der Unterseite stellen nun die 9.745 und 9.665 potenzielle Unterstützungen dar. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.