DAX am Abend: USD-Schwäche stützt US-Indizes, DAX leidet
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktstratege Der 4-Wochendurchschnitt der US-Erstanträge auf einem 11-Monats-Hoch und ein stärkerer Einbruch der US-Industrieaufträge als erwartet übten weiteren Druck auf die US-Geldpolitiker aus, geldpolitisch eine Rolle rückwärts zu machen. Dallas Fed Präsident Kaplan erklärte heute, dass auch wenn die US-Notenbanken eine Normalisierung der Geldpolitik anstreben, sie nicht erzwungen werden kann. Damit passt sich die Fed zunehmend der konjunkturellen Realität an und schlägt wieder dovische Töne an. Die US-Anleger danken es und reagieren ganz nach dem Motto „schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“. Denn der schwächere Dollar stütz die Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie und ganz nebenbei stabilisiert dies auch den Rohölpreis. Auch in Asien freut man sich über den schwächeren Dollar, der die Kapitalflucht aus dem Yuan und HKD in den USD beispielsweise weniger attraktiv macht. Das Nachsehen hat aktuell der DAX der unter einem stärkeren Euro leidet. Während im vergangenen Jahr dank niedrigem Euro der DAX die US-Indizes weitestgehend outperformen konnte, wendet sich aktuell das Blatt zugunsten der Amerikaner. Ganz abschreiben sollte man den DAX allerdings nicht. Denn die Spekulationen der Marktteilnehmer auf, zumindest rhetorische Interventionen der EZB-Geldpolitiker, könnten bald wieder zu einer stimulierenden Kraft werden…ungeachtet dem Grenznutzen weiter Liquidität. Ein weiterer Faktor der stabilisierend für die globalen Märkte wirken könnte, ist die Chance in Rohöl seine Gewinne auszubauen. Der Brent befindet sich in Schlagweite zur 36$-Marek an der er zuletzt abgeprallt ist. Dieses 2008-Tief, stellt einen knackigen Widerstand dar. Gelingt der Ausbruch würde dies weiteres Erholungspotenzial entfalten. Bei einem stärkeren Rebound allerdings droht ein Doppeltop. Es wird spannend. Aus charttechnischer Sicht liefern sich die Bullen und Bären einen erbitterten Kampf um die 9.300-Punkte-Zone. Geben die Bullen sich hier geschlagen, droht dem DAX der Absturz in die Region unter 9.000. Können die Bullen sich allerdings behaupten und das globale Umfeld stimmt, dann könnte hier bei der Bildung eines Doppelboden zumindest technisch ein Lauf zurück über 10.000 anstehen. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.