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Analysis

CureVac mRNA: Steht der Durchbruch kurz bevor?

CMC Markets

Impfstoffvorräte sind die Goldvorräte des Jahres 2020. Anleger setzen auf die Unternehmen mit dem wahrscheinlichsten Durchbruch bei der Impfstoffherstellung. Im Frühsommer dieses Jahres schien sich plötzlich jedes Biotech-Unternehmen mit einem potenziellen Covid-19-Impfstoff an die Bundesregierung zu wenden. Auch CureVac hat seinen Hut in den Ring geworfen und ist im August an die Börse gegangen.

Nach einem raketenartigen Anstieg ist die CureVac Aktie aber wieder auf den Boden zurückkehrt. Heute notiert die Aktie bei knapp unter 54 USD und ist damit deutlich unter dem Ausgabepreis des Börsengangs, der bei 77 USD gelegen hatte. Aber wird es tiefer gehen? Das Rennen um einen Covid-19-Impfstoff hat sich zu einem heißen Anlegerthema entwickelt. Die genauen Details der Impfstoff-Preise und Verträge, die nun mit Regierungen weltweit geschlossen werden, sind nicht bekannt. Anlegern scheint aber zu missfallen, dass die Gewinnmargen in der Pandemie nicht hoch sein könnten. Einige Anbieter könnten die Impfstoffe wegen des Notfalls in der öffentlichen Gesundheit zum Selbstkostenpreis abgeben. Erst nach der Pandemie könnte man die Preise anheben. Ist das auch bei CureVac der Fall und wollen Anleger so lange warten?

In den USA ist Operation Warp Speed (OWS) zu dem maßgeblichen privat-staatlichen Bündnis geworden, in dem die Entwicklung eines Impfstoffs in Zusammenarbeit der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA mit den Pharmazieunternehmen des Landes geregelt wird. Vermieden werden soll, dass die Entwicklung des Impfstoffs zu einem politischen Schachzug werden, was gerade hinsichtlich der anstehenden Präsidentschaftswahlen ein Thema ist. Die Sorgfaltspflicht bei der Entwicklung eines sicheren Impfstoffs darf nicht verletzte werden. 

OWS hat vier verschiedene Kriterien für die Auswahl eines Kandidaten festgelegt:

  • Jeder Impf-Kandidat muss solide wissenschaftliche Daten aufweisen
  • Unternehmen haben die Chance, bis Herbst an groß angelegten Phase-3-Studien teilzunehmen
  • Die Impfstoffplattform von OWS ermöglicht eine schnelle und effektive Herstellung des Impfstoffs
  • Die Unternehmen verwenden eine der vier Impfstoffplattformen, die von OWS als diejenigen identifiziert wurden, die am wahrscheinlichsten einen sicheren und wirksamen Impfstoff ergeben werden.

Drei dieser Plattformen werden seit Jahrzehnten verwendet, um Impfstoffe gegen allerlei Krankheiten herzustellen. Die vierte Plattform, die CureVac verwendet, war bislang nie erfolgreich bei der Entwicklung eines Impfstoffs. Der Impfstoffkandidat von CureVac baut auf einer Messenger-RNA-Plattform, kurz mRNA, auf. Da man aber keine Chance ungenutzt lassen möchte hat die EU Berichten zufolge CureVac mit 80 Millionen Euro unterstützt. Im Juni hat CureVac frühklinische Studien für sein Präparat eingeleitet. Damit ist CureVac hinter vielen anderen, die wie im Fall von AstraZeneca zum Beispiel bereits in den spätklinischen Studien der Phase 3 angelangt sind.

Im Chart von CureVac lässt sich die Rally und der anschließende Sturz der Aktie sehr gut erkennen. Wir haben es unter 57,06 USD mit einer aktiven Trendwendeformation zu tun, deren erstes Abwärtsziel in Form der 61,8% Fibonacci Preiserweiterung erreicht wurde. Seither stabilisiert sich die Aktie. Nun könnte ein neuer Boden entstehen, wenn die Aktie per Stundenschlusskurs das Niveau 54,29 USD überschreitet. Das könnte zu einem Test von 57,06 USD führen. Erst über 57,06 USD würde die Top-Bildung in der Aktie hinterfragt werden. Darunter ist das übergeordnete Top aktiv, auch wenn nun ein kurzfristiger Boden entstehen könnte.

Stundenkerzenchart von CureVac, Quelle: CMC Markets


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