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CMC Espresso: Nicht nur diplomatische Querelen lähmen den Markt

CMC Markets

Die Rally im DAX setzt sich nicht weiter fort. Der Verlust der 13.000-Punkte-Marke wiegt nicht nur psychologisch schwer. Hier lagen auch charttechnische Unterstützungen, die jetzt gerissen wurden. Es sieht nach einer möglichen Abkühlung aus am Deutschen Aktienmarkt.

Quelle des Charts: CMC Markets, Germany 30 Cash CFD im Vierstundenkerzenintervall

Jobdaten durchkreuzen ein "V"

Die Arbeitsmarktdaten aus den USA deuten nicht darauf hin, dass es zu einer steilen, V-förmigen Erholung der amerikanischen Wirtschaft kommen wird. Der wochenlange Rückgang der Erstanträge wurde genauso gestoppt wie viele Wiedereröffnungspläne in vielen Regionen der Vereinigten Staaten. Der amerikanische Arbeitmarkt bewegt sich gerade seitwärts. Es muss zusätzliche staatliche Stützen geben und da wirkt es umso negativer, dass das mittlerweile fünfte Konjunkturpaket erst einmal nicht verabschiedet werden konnte, weil es Streitigkeiten über die genaue Ausgestaltung gegeben haben soll. 

Diplomatische Querelen bedrohen Handelsbeziehungen

Auch zwischen China und den USA gibt es Streitigkeiten. Die beiden Nationen schließen gegenseitig Konsulate und an der Börse fürchtet man, dass diese neuen Querelen auch die zuletzt seitens Chinas gemachten Zusagen über den Kauf von Agrarprodukten aus den USA beeinflussen könnte. Diese waren Teil eines im letzten Jahr getroffenen Handelsabkommens und wurden von US-Präsident Trump als essentiell für die Vermeidung neuer wirtschaftlicher Sanktionen gegen die Volksrepublik bezeichnet.

Goldpreise signalisieren Stress

Wenn Anleger beginnen trotz steigender Aktienkurse auch immer etwas Gold zu kaufen dann kann das ein Hinweis auf wachsenden Absicherungsbedarf sein. Einige Anleger scheinen dem Braten immer weiter steigender Aktienkurse trotz nicht gelöster wirtschaftlicher Probleme nicht mehr zu trauen und steuern das Gold an, das als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten bei Anlegern angesehen wird. Dabei spielt auch die Spekulation beim Gold gerade eine große Rolle. Das Allzeithoch beim Gold ist nur noch wenige Dollars entfernt. Was darüber geschieht, ist unkartographiert. Spekulanten, die eine Rally mit Schwung beim Gold erwarten, steigen ein. Ob ihre Spekulation aufgehen wird, bleibt offen. Für Anleger, die eine Absicherung im Gold suchen, ist das Risiko damit gewachsen.

Schwerwiegende wirtschaftliche Folgen der Pandemie

Wenn die Spekulation auf eine Gold-Rally enttäuscht wird können Spekulanten schnell wieder abspringen. Solche gebündelten Verkäufe könnten der Goldpreisentwicklung schaden. Im Moment ist der Aufwärtstrend im Gold aber intakt. Von einer Trendwende kann man derzeit charttechnisch nicht sprechen. Wir stehen vor einem historischen Moment. Neue Rekordpreise beim Gold könnten länger anhalten - wegen der Pandemie und den schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen.

Quelle des Charts: CMC Markets, Gold Cash CFD im Wochenkerzenintervall

Mögliche Trading-Events heute

Für erhöhte Volatilität könnte heute um 9:30 Uhr die Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindex für Deutschland und um 10 Uhr die Veröffentlichung der Eurozone-Berechnung desselbigen Index im Germany 30 sorgen. Die um 9:15 Uhr anstehende Veröffentlichung des französischen Einkaufsmanagerindex könnte eine Indikation für die deutschen Daten liefern.


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