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CMC Espresso: Achterbahnfahrt wegen Handels-Angst (23.6.2020)

CMC Markets

Der DAX hat am Morgen im elektronischen Handel eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich. Hintergrund sind widersprüchliche Aussagen in einem Fernseh-Interview des Handelsberaters der Regierung Trump, wonach es vorbei sei mit dem Handelsvertrag. Später korrigierte er sich und sagte, diese Einschätzung habe sich auf das Vertrauen in die chinesische Regierung bei der Handhabe des Corona-Virus bezogen, nicht auf den Handelsvertrag der Phase 1.

Trotz dieser Berichtigung hinterlässt die Aussage einen faden Beigeschmack. Die amerikanische Regierung scheint trotz der schwachen Konjunktur nicht vor neuen Angriffen auf China zurückzuschrecken. Man fühlt sich an das Jahr 2019 zurückversetzt, in der quasi im Minutentakt zwischen verbalen Angriffen und verbalem Zurückrudern mal gegen China mal für China seitens der US-Regierung argumentiert wurde.

Offenbar versucht die US-Regierung China die Schuld an der Pandemie in die Schuhe zu schieben. Diese Strategie hat aber schon beim Handelsvertrag nicht geklappt. China drohte bei den Verhandlungen im letzten Jahr an einem Punkt mit dem vollständigen Abbruch jeglicher Gespräche mit der US-Regierung. Dieses Risiko ist eine Wildcard, die Peking jetzt wieder ziehen könnte. Das ist ein wahres Risiko für den Markt. Das letzte, was wir jetzt brauchen können, ist ein erneutes Auffalckern des Handelskriegs zwischen Washington und Peking.

Heute erreichen uns um 9:30 Uhr neue Daten zur Konjunktur in Form des Einkaufsmanagerindex für Deutschland gefolgt von der europäischen Ausgabe um 10 Uhr. 12330 Punkte sollten heute im Auge behalten werden als mögliche Unterstützung. Wird sie wie im elektronischen Handel der Morgenstunden als Unterstützung verteidigt könnte es zu einem erneuten Test der 12500 Punkte und des dort liegenden Widerstands kommen. Ansonsten droht eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung.


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