Irgendwie schien gestern niemand das gekauft zu haben was die US-Notenbank uns verkaufen wollte – nämlich dass es mit dem zweiten Zinsschritt bald soweit sein wird. Gold sprang kräftig nach oben, nachdem es kurz Federn lassen musste, Silber sprang über 20 Dollar und der Dollar ging nach einem kurzen Aufflackern ebenfalls in die Knie.

Das Öl konnte nicht profitieren, hier gab es zuvor einen stärkeren Lageraufbau, etwas, was wir in dieser Sendung schon vermutet hatten, schließlich fahren die Raffinerien gerade ihre Auslastungsraten zurück, weil sie nicht noch mehr Benzin produzieren wollen, die Lager sind schon so voll wie seit vier Jahren nicht mehr. Beim Öl überlagern die Fundamentaldaten derzeit weiterhin jegliche Währungs- und Dollarbewegungen.

Dass die US-Notenbank die jüngst besseren Wirtschaftsdaten würdigen würde war im Vorfeld klar, warum sollte sie dies auch nicht tun. Vielleicht waren beim Dollar noch konkretere Hinweise im Vorfeld erwartet worden und jetzt gehen die Leerverkäufer wieder aus Gold raus, und kaufen quasi die schlechten Nachrichten, die erwartet wurden, was eigentlich ziemlich bullisch ist.

Auch wenn ich mich wiederhole – beim Gold geht es darum dass es einen neuen Aufwärtstrend aus markttechnischer Sicht ausbilden könnte, das würde bedeuten dass wir einen mehrjährigen Aufwärtstrend sehen könnten, vielleicht wittert man beim Gold ja schon die Inflationsentwicklung, auf die die US-Notenbank und viele andere Zentralbanken schon so sehnlichst warten.