Stürzt die Wirtschaftsleistung stark ab dann ist es eine zwangsläufige Folge, dass sie sich auch wieder stark erholt. Das haben wir in den Einzelhandelsdaten gesehen, die gestern gemeldet wurden. Sie stiegen in den USA im Mai um 17,7% an.

Die große Frage ist aber wie nach der Finanzkrise auch nach dem Coronavirus-Lockdown, ob die Schäden gänzlich aufgeholt werden können und in welcher Zeit. Einigen Bereichen der Wirtschaft wird es gelingen, die Schäden auszubügeln. Einige stehen sogar besser da, als zuvor. Anderen Bereichen wird das nicht gelingen.

Die Märkte haben durch die Erholung seit den Märztiefs viele Vorschusslorbeeren verteilt. Anleger hatten den Luxus, auf die Auswirkungen der umfangreichen Stützungsmaßnahmen der Regierungen und Zentralbanken spekulieren zu können. Wir sehen jetzt, dass wir immer detailliertere Daten über die Beschaffenheit des Aufschwungs bekommen und die Märkte reagieren auf diese Tatsache mit einer immensen Volatilität.

War es eine zeitlang für Anleger ausreichend, ohne tatsächliche Daten zu spekulieren, kann man nun nicht mehr wegsehen. Eines hat der Einbruch der Kurse von knapp 13000 Punkten auf 11700 Punkten gezeigt: Der Germany 30 kann auch ganz anders. Nun ist aber eine neue Bodenbildung möglich.

Wenn der Germany 30 nachhaltig über 12300 Punkte und danach 12500 Punkte ansteigen kann könnte er einen neuen Angriff auf die 13000 Punkte Marke wagen. Im Moment stehen die Kurse aber unter dem Einfluss einer Top-Bildung, solange die Widerstände bei 12500 Punkten nicht aus dem Markt geräumt werden können.