Marktupdate: DAX versucht Ausbruch / Citigroup-Zahlen und Rekordhoch im Dow Jones stützen, ZEW-Index und Janet Yellen – Rede im Fokus

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Die vorsichtige Beruhigung im Fall der portugiesischen Großbank Banco Espirito Santo nach dem sofortigen Austausch der Führungsspitze ermöglichte dem DAX gestern einen freundlichen Start* in die neue Handelswoche. Gestern besser als erwartet ausgefallene Quartalsergebnisse der US-Bank Citigroup am Nachmittag verhalfen dann nicht nur dem Dow Jones zu einem neuen Rekordhoch, sondern gaben dem DAX den nötigen Auftrieb um die Ausbruchszone bei 9.780/9.800 Punkten, die nun als wichtiger potenzieller Widerstand fungiert, anzutesten. Auch heute sind die Vorgaben aus den USA und Asien gut, allerdings scheinen sich die europäischen Anleger nach zuletzt schwachen europäischen Konjunkturdaten und dem kleinen Portugal-Schock nicht ganz so einfach von den sich weiter auf Rekordjagd befindenden US-Leitindizes anstecken zu lassen. Zudem sorgten am Vormittag zwei Gewinnwarnungen deutscher Unternehmen für Unsicherheit angesichts der anlaufenden Quartalsberichtssaison . Und so handelt der DAX gegenwärtig weiter unterhalb der ehemaligen Ausbruchszone um 9.780/9.800-Punkten. Für Impulse dürfte heute vor allem der deutsche ZEW-Index sorgen, sowie am Nachmittag die Rede der amerikanischen Notenbankpräsidentin Janet Yellen vor dem Senatsausschuss, aber auch US-Einzelhandelsumsätze für den Monat Juni. Im Fokus steht heute der deutsche ZEW-Konjunkturindikator für den Monat Juli, wo sowohl die Erwartungen für die kommenden 6 Monate als auch die aktuelle Einschätzung im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang aufweisen könnte***. Dies wäre nicht besonders verwunderlich, wenn man in Betracht zieht, dass für diesen Index Investoren befragt werden und der DAX zuletzt erheblich geschwächelt hat. Wie erwartet*** beschloss die japanische Notenbank heute einstimmig an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festzuhalten und den Kauf von Wertpapieren in Höhe von jährlich 60 bis 70 Billionen Yen (etwa 433 bis 505 Milliarden Euro) fortzusetzen. Gleichzeitig hielt sie an ihrer langfristigen Prognose einer Verbraucherpreisteuerung von 2 Prozent im nächsten Jahr fest. Währungspaare mit dem GBP könnten durch die Rede des Chefs der Bank of England, Mark Carney, wichtige Impulse erhalten. Die Kern-Inflation auf der Insel erreichte im Juni auf Jahressicht 2 Prozent und übertraf damit die Erwartungen der Analysten von 1,6 Prozent***. In Carney‘s Ansprache vor dem Parlament werden Investoren darauf achten, ob er zusätzliche Andeutungen einer frühen Zinserhöhung liefern wird. Am Nachmittag richtet sich der Fokus der Investoren dann auf die USA, wo die amerikanische Notenbank-Präsidentin Janet Yellen vor dem Senatsausschuss ihre Geldpolitik erklären muss. Nach den überraschend guten Arbeitsmarktdaten für Juni und der zuletzt über Erwartung gestiegenen Inflation, befürchten einige Marktteilnehmer, dass die amerikanische Notenbank früher auf eine restriktivere Geldpolitik einschwenken könnte. Zudem werden vorläufige Zahlen zu US-Einzelhandelsumsätzen im Juni veröffentlicht, die im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent*** zugelegt haben könnten. Im Mai lag der Umsatzzuwachs noch bei 0,3 Prozent**. Darüber hinaus werden heute unter anderem noch die Unternehmensergebnisse der US-Großbanken Goldman Sachs und JP Morgan präsentiert, die ebenfalls genau von den Investoren beobachtet werden dürften. Nach den starken Abgaben zu Beginn der neuen Woche, stabilisiert sich der Preis des Edelmetalls gegenwärtig etwas. Aus charttechnischer Sicht stieß Gold an der unteren Linie des umgekehrten Dreieckes im tertiären Trend bei aktuell knapp 1.305 US-Dollar auf Unterstützung. Ein Ausbruch nach unten könnte von weiteren Verlusten bis zu der potenziellen charttechnischen Unterstützung bei 1.280 US-Dollar begleitet werden. Nach oben findet sich an der 1.330 US-Dollar-Marke ein potenzieller Widerstand. Vor Eröffnung des Präsenzhandels handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 gegenwärtig mit einem leichten Abschlag zum gestrigen Schlusskurs. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. 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