Bricht der DAX ein, wenn die Fed kneift?

Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung durch die amerikanische Notenbank liegt nunmehr bei nur noch 68 %. Das ist DAX-relevant, weil es den Kurs des DAX beeinflussen könnte. Aus der morgigen Sitzung der Fed könnte eine Enttäuschung für den DAX Kurs erwachsen. Solange mehrheitlich damit gerechnet wird, dass die amerikanische Notenbank den Leitzins um 25 Basispunkte senken wird, wenn sie morgen tagt und ihren Zinsbeschluss veröffentlicht, kann man daraus auch grundsätzlich eine mehrheitlich auf steigende Kurse ausgerichtete Positionierung der Marktteilnehmer ableiten.

CMC-Markets-Trader: Mehrheitlich short

Dies gilt allerdings nicht für die Kunden von CMC Markets. Heute, den 17. September um 13:53 Uhr waren 58% der Kunden von CMC Markets, die den Germany 30 CFD handelten, short eingestellt - gemessen am gesamten Handelsvolumen. Also bei CMC Markets positionieren sich die Trader bereits für eine mögliche Korrektur, desto näher die Fed-Sitzung rückt. Über die charttechnische Situation erfahren Sie mehr in folgendem DAX-Analyse-Video, das einen Auszug aus der Sendung "BörsenBuffet" von heute Morgen dastellt:

Unabhängigkeit demonstrieren: Ein Ziel der Fed?

Der Deutsche Aktien Index könnte also fallen nachdem die amerikanischen Notenbank ihren Zinsbeschluss bekannt gegeben hat, wenn sie dann eben keine Zinssenkung durchführt. Die amerikanische Notenbank könnte auf diesem Wege auch ihre Unabhängigkeit beweisen. Allerdings stellt die Unterstützung bei 12294 Punkten bislang eine Unterstützung dar. Diese könnte neue Käufer in den Markt locken, die auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen setzen. 

Trump bezichtigt Fed der Untätigkeit

Die erste Reaktion des amerikanischen Präsidenten Donald Trump war es ja auch auf den gestiegenen Ölpreis nach den Terroranschlägen in Saudi-Arabien, erneut Druck auf die amerikanische Notenbank aus zu üben jetzt doch den Leitzins schnell zu senken. Sollten Sie dies nicht tun, könnte sie auf diesen diesem Wege eben ihre Unabhängigkeit unter Beweis stellen. Die Fed hat also eine Motivation, den Leitzins beizubehalten.

Dollar könnte weiter steigen

Das gerade geschriebene ist der Hintergrund, vor dem sich einen stärkerer Dollar in den kommenden Tagen und Wochen herauskristallisieren könnte. Die europäische Zentralbank hatte in der vergangenen Woche geldpolitische sprichwörtlich auf die Pauke gehauen. Sollte nun die amerikanische Notenbank angesichts des steigenden Ölpreises und angesichts der dadurch steigenden Inflationserwartungen, die möglich werden, nicht an der Zinsschraube drehen, könnte dies zu einem stärkeren US-Dollar führen. 

Ursachen der Dollarstärke

Der US-Dollar ist bereits stark, weil der amerikanische Präsident Donald Trump US-Firmen im Ausland Steuerversprechungen gemacht haben, wenn sie bereit sind, ihre im Ausland erwirtschafteten Gewinne zurück in die USA zu transferieren. Das sorgt für eine latent hohe US-Dollar-Nachfrage und im Zuge dessen eben auch für einen stärkeren US-Dollar, was ich in einem seit Wochen sinkenden EUR/USD-Währungsverhältnis Ausdruck findet. Eine aktuelle Chart technische Einschätzung und Zusammenfassung der Situation finden Sie im folgenden EUR/USD-Analyse-Video, das ebenfalls einen Auszug aus der Sendung "BörsenBuffet" von heute morgen darstellt. Schalten Sie ein zur nächsten Sendung "BörsenBuffet", die morgen zwischen 9 und 10 Uhr auf CMC TV ausgestrahlt wird!