Update 01 Aug 2019 13:05:

Brexit-Angst: Britisches Pfund stürzt ins Bodenlose

Das Pfund zeigt eine scharfe Reaktion auf die harte Haltung der EU gegenüber den Forderungen des britischen Premiers gegenüber Nachverhandlungen bei einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Jetzt fehlt nicht mehr viel und das Pfund rutscht auf das tiefste Niveau seit Mitte der 1980er Jahre.

Harte Haltung der EU

"Alle bereits unilateral gefundenen Positionen nicht verhandelbar“, heißt es aus Kreisen der Europäischen Kommission mit Blick auf die Forderungen des neu gewählten britischen Premiers Boris Johnson. Zwar werde es zum G7-Gipfel, der vom 24. bis 26. August 2019 in Biarritz in Frankreich stattfinden wird, ein Treffen zwischen dem Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker und dem britischen Premier Boris Johnson geben. Aber was Nachverhandlungen angeht zeigt sich Brüssel unnachgiebig.

Pfund-Crash: Klare Reaktion der Märkte

Die wachsende Gefahr eines harten Brexit ohne Vertrag sorgt für Furore am Währungsmarkt. Das britische Pfund stürzt ab. Trader schielen jetzt auf die Unterstützung bei 1,1988 USD pro einem britischen Pfund. Das ist das tiefste Niveau seit Januar des Jahres 2017 und sollte es unterschritten werden würde das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar auf dem tiefsten Stand seit Mitte der 1980er Jahre notieren.

29 Jul 2019 16:40:

Brexit: Aktien-Rally in London durch Boris Johnson?

Der FTSE 100, der „DAX Großbritanniens“, springt um über 180 Punkte nach oben. Während man hierzulande den harten Brexit ohne Vertrag vor allem für Großbritanniens Wirtschaft als negativ und abträglich ansieht feiern die Börsen das Szenario. Auch aufgrund des Wertverfalls des britischen Pfunds.

Pfund-Absturz als Chance

Während US-Präsident Trump kleinste Rückgänge in den Notierungen des Euro reflexartig als Währungsmanipulation brandmarkt scheint ihn der Rückgang des Pfund auf das tiefste Niveau seit März 2017 nicht sonderlich zu stören. Er stellt Großbritannien sogar ein Freihandelsabkommen nach dem Brexit in Aussicht. Daran werde schon gearbeitet, schrieb Trump am Wochenende auf Twitter. Der britische Handelsminister freut sich und kündigt seinerseits einen Besuch in Washington in den kommenden Wochen an. Die Hoffnung auf einen Wachstumsschub durch ein Freihandelsabkommen mit den USA weckt die Fantasie am britischen Aktienmarkt.

Übernahmen werden günstiger

Die Übernahme des britischen Lieferdienstvermittlers Just Eat durch den niederländischen Konkurrenten Takeaway.com zeigt den Börsen einen Weg auf, in den es in Zukunft gehen könnte: Da das Pfund tiefer fällt werden Übernahmen britischer Firmen durch ausländische Konkurrenten günstiger. Die Hoffnung auf eine Welle an Fusionen und Akquisitionen befeuert die britische Börse.

FTSE 100: Charttechnik hellt sich auf

Der Kurs des UK 100 CFD steigt über 7591 Punkte. Die ganze Zeit seit Aktivierung eines 123-Tops im Sommer vergangenen Jahres war die charttechnische Situation im FTSE 100 damit bärisch. Über 7591 Punkten ist das Chartbild übergeordnet neutral. Etabliert sich dieser FTSE 100 Kurs jetzt als neue Unterstützung könnte es zu einem bullischen Druckaufbau in Richtung neuer Mehrjahreshochs kommen. Ein Schlusskurs unter diesem FTSE 100 Kurs sollte jetzt allerdings vermieden werden. Das könnte das 123-Top mit entsprechendem Abwärtspotenzial reaktivieren. Die Aufhellung der Charttechnik befördert den FTSE 100 auf die Beobachtungslisten der Trader. Handeln Sie den UK 100 Cash CFD bei CMC Markets mit einem Hebel von 20 long oder short.

Chartanalyse FTSE 100: Chartbild hellt sich durch heutige Rally auf