Bären im Aufwind

Kennen Sie TINA? Das ist keine neue Kandidatin bei Germanys Next Top-Model oder einer anderen TV-Show, sondern eine Abkürzung für die Alternativlosigkeit von Aktien im Niedrigzinsumfeld. „There Is No Alternative“ heißt es auf Englisch und wird von Bankberatern gerne angeführt, um Aktienfonds unter die Leute zu bringen. Sicher, die wichtigsten Notenbanken rund um den Globus haben seit Jahren mit Anleihekäufen das Zinsniveau kräftig nach unten dirigiert und selbst für Unternehmen ist es attraktiver geworden, eigene Aktien zurückzukaufen statt Investitionen in die Zukunft zu tätigen.

Doch Aktienmarktentwicklungen laufen in Zyklen ab und so ergeben sich für kurz- und mittelfristig orientierte Anleger immer wieder Chancen. So wie Anfang/Mitte Februar als zahlreiche Indizes unter wichtige Unterstützungen gefallen sind. Die Stimmung bei Medien und Analysten war besonders mies, doch zahlreiche Kontraindikatoren wie die Volatilität oder das Sentiment sprachen damals eine andere Sprache. Die Nervosität war damals so hoch und die Stimmung so negativ, dass ein Funke in Form einer Erholung des Ölpreises beziehungsweise der Aussicht auf noch mehr Liquidität von Notenbanken ausreichte, um einen Umschwung herbeizuführen.

Sentiment sehr optimistisch

Heute ist das Börsenpendel stark in die andere Richtung ausgeschlagen. Der Volatilitätsindikator für die USA, der VIX, signalisiert mit einem Niveau von etwa 13 Prozent eine hohe Sorglosigkeit der Anleger - häufig ein Vorläufer für eine Aktienmarktkorrektur. Außerdem herrscht großer Optimismus vor. Die wöchentlich durchgeführte Umfrage der AAII (American Association of Individual Investors), drehte in nur einem Monat von bearisch (pessimistisch) auf bullisch (optimistisch). Auch aus charttechnischer Sicht signalisieren zahlreicheMomentum-Indikatoren eine überkaufte Lage und nicht zuletzt ist der Renditeaufschlag von Junk Bonds in den vergangenen Wochen kräftig gestiegen.

Gewinnschätzungen sinken

Fundamental gilt es auf den Euro und den Ölpreis zu achten. Zuletzt hatten die Aktienmärkte eine rekordenge Korrelation zum Ölpreis. Sollten sich die erdölexportierenden Länder nicht bald auf eine Produktionskürzung einigen, könnte der Ölpreis wieder stärker nachgeben. Und auch der gestiegene Euro sorgt für Druck auf die exportlastigen DAX-Unternehmen. In den vergangenen 90 Tagen haben Analysten ihre Gewinnschätzungen für 2016 um mehr als drei Prozent auf rund 803 Indexpunkte gesenkt. Damit sagen die Profis ein Gewinnplus von nur mehr 4,2 Prozent voraus. Noch vor sechs Monaten lagen die Erwartungen aber bei Indexgewinnen von 883,5 Punkten. Nicht nur die Stimmung fängt an zu kippen, auch fundamental läuft es nicht rund, was insgesamt mehr Futter für die Bären bedeutet.

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