Der DAX steht unter Druck. Gegenüber dem Schlussstand am Donnerstag verliert er zuletzt 286 Punkte auf 10472 Punkte. Im Tagestief um 2:55 Uhr lag er sogar 370 Punkte im Minus! Womit wir es zu tun haben ist eine schnelle Eintrübung der Nachrichtenlage. Das findet Gehör bei den Anlegern. Außerdem holt der DAX die Verluste auf, die die Wall Street am Freitag erlitt.



Lockdown-Crash: Buffetts Vergleiche zu 1930er Jahren



Das Orakel von Omaha, Warren Buffett, der während der Großen Finanzkrise noch Aktien im großen Stil kaufte, sprach am Samstag auf der virtuellen Jahreshauptversammlung seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway lediglich von "Wetten Sie nicht gegen Amerika!". Das ist etwas anderes als "Buy America!", was er 2008 nach dem Fall der Großbank Lehman Brothers verlautbaren ließ.

Vielmehr noch: Er hat alle Airline-Aktien verkauft und schließt eine zweite Verkaufswelle nicht aus. Er zog in seiner Rede Vergleiche zur Großen Depression der 1930er Jahre. Wenngleich die Situation nicht vergleichbar sei, sprach Buffett dennoch davon, dass er schlichtweg nicht wisse, wie es jetzt weiter gehe. Es sei noch nie in der Vergangenheit die Wirtschaft absichtlich heruntergefahren worden. Niemand könne sagen, ob dieser Prozess reibungslos wieder umgekehrt werden könne.



Nordkorea und Südkorea: Schusswechsel an der Grenze



Nachdem der nordkoreanische Diktator wochenlang verschollen war und die Welt wochenlang über seinen Verbleib rätselte gab es am Wochenende einen Schusswechsel an der Grenze zwischen Süd- und Nordkorea. Wie beim Verschwinden Kim Jong Uns, der mittlerweile wieder aufgetaucht ist, rätselt man nun, was dieser Schusswechsel zu bedeuten hat. Gibt es neue Spannungen oder war das alles nur ein Versehen?


USA und China: Verballer Fernbeschuss aus Washington



Während US-Verteidigungsminister Pompeo es mittlerweile als gesichert ansieht, dass das Coronavirus aus einem Labor in der Millionenstadt Wuhan in China kommt, droht US-Präsident Trump China verbal erneut mit einem Handelskrieg und neuen Strafzöllen. Sollte China sich nicht an Kaufabmachungen halten werde er die Phase I des Handelsvertrags, der letztes Jahr geschlossen wurde, platzen lassen. Das, was die Weltwirtschaft jetzt am wenigsten braucht, ist ein neuer Handelskrieg.



Saisonalität arbeitet jetzt gegen den DAX



Das saisonale Muster der vergangenen zehn Jahre zeigt, dass der DAX typischerweise jetzt ein Hoch ausbildet und dann bis Ende Juli erst volatil seitwärts und dann bis 23. August abwärts tendiert. Dieser saisonale Verlauf würde passen, denn der DAX hat am Donnerstag vor dem verlängerten Wochenende ein Bewegungshoch ausgebildet - damit würde der Index im Plan liegen.



Charttechnik: S&P 500 Index scheitert an Projektionsmarke



Der S&P 500 Index hat eine Bodenbildung in Form eines 123-Tiefs im Tageskerzenintervall absolviert und vervollständigt. Er ist bis zum Mindestziel - der 61,8% Extension der ursprünglichen Impulswelle angestiegen und an dieser Marke gescheitert. Dieses Scheitern drückt sich nun in den Kursverlusten aus, die wir gerade sehen. Mehr dazu im heutigen CMC Espresso Tagesausblick-Video: