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Ausverkauf: Goldpreis vor großem Einbruch?

Der Goldpreis (+0,2% auf $1714) steht seit Tagen unter starkem Verkaufsdruck. Im gestrigen Handel stand er nur noch knapp unter 2 Dollar über der 1700-Dollar-Marke. Die zunehmende Akzeptanz des Bitcoin und anderer Krypto-Währungen stellt sich als Gefahr für den Goldpreis dar. Ebenso belastet der Anstieg der Realzinsen das Gesamtbild für Goldkäufer. 

Das Problem mit den Zinsen

Dass der Goldpreis aktuell fällt liegt auch an den Zinsen. Die aufkommende Inflationsangst hat in der vergangenen Woche Schockwellen am US-Anleihemarkt ausgelöst, die auch den Goldpreis in Euro und Dollar unter Druck gebracht haben. Anleger fühlen sich gezwungen, sich ernsthaft mit den Auswirkungen steigender Zinsen auseinanderzusetzen. Von Halbleitern über Hähnchenflügel bis hin zu Stahl – Engpässe und steigende Preise in vielen Branchen und Sektoren sind ein klares Indiz für eine anziehende Inflation, wenn sie nicht schon da ist.

Investoren und Notenbanker sind nun gleichermaßen auf der Suche nach der Antwort auf die Frage, ob die Preiserhöhungen ein vorübergehendes Merkmal einer wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie sein werden oder den Anfang einer länger anhaltenden Inflation darstellen. Da sich die Wirtschaft auf eine Welt nach der Pandemie zubewegt, steigen die Kosten für Rohmaterialien und damit auch die Produktionskosten. Im Automobil- und Technologiesektor führen Engpässe bei Mikrochips zu Preissteigerungen. Quer durch alle Branchen erhöhen Fracht- und Lagerhaltung die Kosten für Logistik und Transport. Angesichts dessen entwickeln einige Unternehmen bereits Strategien, um dauerhaft steigende Preise für die Verbraucher zu vermeiden. Das „kreative“ Rezept heißt häufig Kostensenkungen.

Goldpreis Prognosen werden gesenkt

Eigentlich ist Gold als sicherer Hafen bei Anlegern beliebt, um sich gegen Inflation und Kaufkraftverlust abzusichern. Aktuell sehen wir aber in den Inflationszahlen kaum einen deutlichen Anstieg der tatsächlichen Inflation. Was steigt, sind die Nominalzinsen in Erwartung einer höheren Inflation. Das führt zu steigenden Realzinsen, was historisch betrachtet schlecht war für die Entwicklung des Goldpreises. Worauf Anleger jetzt am Goldmarkt also hoffen können ist ein Abebben der Inflationssorgen oder eine Bestätigung derselbigen. Ersteres könnte einen Teil des Anstiegs der Realzinsen wettmachen, während letzteres dazu führen könnte, dass selbige übgeordnet sinken, denn die Zentralbanken haben bereits klargestellt, sich auch im Fall einer anziehenden Inflation gegen einen weiteren Anstieg der Nominalzinsen stemmen zu wollen. 

 

Goldpreis bildet Trendwende aus 

Unterhalb von 1863 US-Dollar pro Unze hat der Goldpreis eine Trendwendeformation ausgebildet, die sich nun beginnt nach unten aufzufächern. Dabei ist das erste Ziel bei 1732 USD bereits erreicht und auch unterschritten worden. Ohne Rückeroberung bleibt diese Marke ein Widerstand, während die nächst tiefer liegende Auffächerung bei 1651 USD ein mögliches Ziel wird. Darunter liegen weitere Auffächerungen bei 1520 und 1307 USD. Diese Preisbereiche gilt es auf mögliche Stabilisierungsversuche, etwa in Form von neuen Bodenbildungsformationen, zu sondieren.


Gold Cash CFD in US-Dollar, Quelle: CMC Markets

Goldpreis: Neue Konkurrenz durch Bitcoin

Als Gary Gensler, der neue Vorsitzende der amerikanischen Börsenaufsicht sich zum Bitcoin äußerte, klang das wie ein Ritterschlag: "Bitcoin und andere Krypto-Währungen haben eine neue Art zu denken in die Bereiche Finanzplanung und Einbeziehung von Investoren gebracht", sagte Gensler bei einer Anhörung vor dem US-Senat am 2. März. "Ich werde mich mit den Behörden dafür einsetzen, die neue Innovation zu fördern, aber im Kern auch sicherzustellen, dass Investoren geschützt sind." Gerüchten zufolge könnte demnächst Netflix Bitcoin kaufen, nachdem das bereits Tesla tat. Auch Apple und Amazon könnten Gerüchten zufolge an Bitcoin interessiert sein. Das macht die Kryptowährung salonfähig und lenkt Investorengelder vom Gold ab.

 

Steht ein Einbruch im Goldpreis bevor?

Die Korrelation zwischen Zinsentwicklung auf der einen Seite und der Entwicklung des Goldpreises auf der anderen ist wie bereits aufgezeigt eine sehr wichtige für die Goldpreisentwicklung. Anfang des Jahres sahen die amerikanischen Staatsanleihen noch stabil aus. Hier der Chart von Anfang des Jahres des US T-Note Cash CFD, also den Staatsanleihen in den USA mit einer Laufzeit von zehn Jahren:

US T-Note Cash CFD, US-Staatsanleihen in den USA; Laufeit von zehn Jahren, Quelle: CMC Markets

Hier der selbe Chart heute: 


US T-Note Cash CFD, US-Staatsanleihen in den USA; Laufeit von zehn Jahren, Quelle: CMC Markets

Womit wir es also zu tun haben ist eine Trendwende in den amerikanischen Staatsanleihen. Sie sinken, während umgekehrt dazu der Zins steigt. Nun versuchen sich die Preise an einer Stabilisierung an den Tiefs vom Lockdown-Ausverkauf, der vor gut einem Jahr stattgefunden hat. Ob dies gelingt könnte maßgeblich auch die weitere Entwicklung des Goldpreises bestimmen. 

Haben Sie Fragen zu dieser Chartanalyse? Sie finden hier mehr zu 123-Trendwendemustern! Börsentäglich findet zwischen 9 und 10 Uhr auf unserem Livestream-Kanal CMC TV auf YouTube eine Sendung statt, die sich ganz den 123-Mustern widmet. Dort können Sie über den YouTube-Chat Ihre Fragen stellen. Den Kanal finden Sie hier, alle Aufzeichnungen alter Sendungen außerdem auf unserem YouTube-Kanal.

Langfristige Charttechnik: Goldpreis steckt fest

Die langfristige Betrachtung des Charts vom Goldpreis offeriert neue Perspektiven, sollte der Goldpreis am Ende eines Monats über 1907,29 USD/Unze ansteigen. Dieses Niveau ist ein charttechnisches, von einer Bodenbildung der Jahre 2016 bis 2019 ableitbares Kursziel. Dieses zu überschreiten könnte die nächst höhere Fibonacci Preiserweiterung bei 2236 USD/Unze als nächstes Gold Kursziel aktivieren. Ein Scheitern daran könnte eine Korrektur bis 1704 USD/Unze einleiten.

Reagiert der Goldpreis in Euro stärker?

Der Xetra Gold ETF CFD (-0,3% auf 45,84 EUR) ist ein mit physischem Gold besicherter Gold-ETF, der den Goldpreisverlauf in EUR zeigt. Tatsächlich sehen wir hier eine vereitelte Bodenbildung in Form eines 123-Tiefs, da das Niveau von 51,87 EUR nicht überschritten werden konnte. Ein erstes mögliches Ziel aus diesem 123-Tief könnte bei 58,12 Euro liegen - aber erst, wenn dieses Nieau überschritten werden kann. Aktuell notiert der Goldpreis in Euro deutlich unter diesem Niveau, das zu einem Auslösen einer Bodenbildung führen würde. Auch der Goldpreis in Euro steckt also aktuell in einer Korrektur fest.

 


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