Marktupdate: DAX drängt weiter gegen die 10.000 / Arbeitslosenquote in Deutschland fällt, OPEC-Treffen im Fokus
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Mit US-Leitindizes die sich auf Rekordniveau in die Thanksgiving-Feiertage verabschiedet haben schwappt die Zuversicht der US-Anleger am Morgen auch auf die europäischen Börsen über. Die Vorgaben aus Asien fallen wiederum gemischt aus. Und so bleibt der DAX auch heute in Treffer-Reichweite zur symbolischen 10.000-Punkte-Marke. Auf Impulse aus den USA müssen die Anleger im DAX heute verzichten, allerdings stehen mit den Reden des EZB-Präsidenten Mario Draghi und Bundesbank-Chef Jens Weidmann potenzielle Kursbeweger in der Pipeline. Aus charttechnischer Sicht erscheint der 10.000-Punkte-Strike jederzeit möglich. Der DAX steigt von seinem Jahrestief weiterhin oberhalb der bullischen 38,2%-bullischen Fibonacci-Fächerlinie, wobei die darüber liegende 23,6%-Fib-Fächerlinie begrenzt wirken könnte. Der Eintritt in eine Seitwärtsphase oder auch ein Rücksetzer können zunächst ohne Gefährdung der Aufwärtsbewegung jederzeit erfolgen. Dabei könnte die 38,2%-Fib-Fächerlinie eine potenzielle Unterstützung bieten. Am Morgen veröffentlichte Daten der Bundesagentur für Arbeit zeichneten trotz aller Konjunktursorgen ein starkes Bild des deutschen Arbeitsmarktes. So fiel die Arbeitslosenzahl im November um 16.000 gegenüber dem Vormonat und um 89.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote fiel im November auf 6,6 Prozent, während Volkswirte eine Stagnation bei 6,7 Prozent erwartet hatten. Im Oktober wurden mit rund 2,7 Millionen Personen zudem so wenige Arbeitslose wie seit fast 3 Jahren nicht mehr registriert. Inflationszahlen aus Spanien wiesen wiederum auf die anhaltende Deflationsgefahr im Euroraum hin. So fielen laut Schnellschätzung die Verbraucherpreise dort auf Jahressicht im November um 0,5 Prozent*, während Prognosen lediglich einen Rückgang um 0,3 Prozent* sahen. Um 13:00 Uhr könnte der GfK-Verbrauchervertrauensindex Hinweise darauf liefern, mit welcher Stimmung die deutschen Konsumenten in das wichtige Weihnachtsgeschenk gehen. Nach einem Barometerstand von 8,5 Zählern im November wird für den Dezember ein leichter Anstieg auf 8,6*** prognostiziert. Im Fokus der Marktteilnehmer dürften die heute Nachmittag erwarteten Reden des EZB-Präsidenten Mario Draghi um 12:15 Uhr und kurz darauf des Bundesbank-Präsidenten Jens Weidmann um 14:30 Uhr stehen. Während von Seiten Draghi’s eine weitere Bekräftigung der Entschlossenheit der EZB nötigenfalls zusätzliche Maßnahmen zu beschließen erwartet werden kann, dürfte Weidmann die Märkte an die hohen rechtlichen Hürden bezüglich eines Staatsanleihe-Kaufprogrammes erinnern. Die heutigen Arbeitsmarktdaten dürften die deutsche Position vermutlich noch stärken. Kurz darauf könnten die vorläufigen, deutschen Inflationszahlen für den Monat November weitere Impulse liefern. Volkswirte erwarten für den Monat November eine Stagnation*** der EU-harmonisierten Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat nach dem Anstieg um 0,7 Prozent** auf Monatssicht im Oktober. Neben Konjunkturdaten aus Europa erwarten die Marktteilnehmer auch gespannt das Ergebnis der heutigen OPEC-Sitzung in Wien. Im Vorfeld gaben die Rohölpreise der Referenzsorten WTI und Brent, angesichts Spekulationen, dass die OPEX heute keine Drosselung der Rohölproduktion beschließen wird, auf neue Mehrjahrestiefs ab. Der OPEC ist zwar einerseits an einem Stopp des Kursverfalls gelegen, andererseits hofft sie, dass die teurer fördernde Konkurrenz aus den USA durch die niedrigen Kurse aus dem Markt gedrängt wird. Die Aktienbörsen in den USA bleiben heute geschlossen, die Futures auf die US-Leitindizes werden aber bis 19:00 Uhr deutscher Zeit gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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