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Affirm Aktie – Square Deal und Apple-Partnerschaft sorgen für Fantasie

„Buy now, pay later“ oder BNPL ist derzeit ein gefragtes Thema an den Börsen. Bezahldienstleister, wie Klarna, Affirm oder Afterpay, die praktische Ratenzahlungen anbieten, teilweise sogar ganz ohne Zinsen oder Gebühren, genießen hohe Bewertungen an den Börsen. Am Montag verkündete Square, ein US-Bezahldienst eine Blockbuster-Übernahme von Afterpay an. Die Investoren sind von der Übernahme Afterpays durch Square begeistert, was beide Aktien deutlich nach oben trieb.

Square kauft Afterpay

Square kündigte die Übernahme des australischen Unternehmens am Sonntag an und teilte mit, dass es 29 Milliarden Dollar in einer reinen Aktientransaktion zahlen werde. Die Aktien von Afterpay sprangen im US-Handel über 35 % in die Höhe auf 95 USD.

Square wird zur Macht

Das Geschäft beflügelt auch andere Aktien aus dem Bereich „Buy now,pay later" oder BNPL. Insbesondere Affirm sprang um 15 % auf 65 USD hoch, da die Anleger spekulierten, dass es das nächste Übernahmeziel sein könnte.

Afterpay leistete Pionierarbeit im Bereich der BNPL-Dienste in Australien, wo es zu einer beliebten Methode für die Bezahlung einzelner Artikel in den Bereichen Reisen, Mode und anderen Sektoren geworden ist. Danach expandierte Afterpay nach Großbritannien und in die USA.Square beabsichtigt, Afterpay in seine bestehende App zu integrieren und damit den Dienst für Verbraucher und Händler zu verknüpfen. Der Deal soll es kleinen Händlern im Netzwerk von Square ermöglichen, BNPL-Käufe anzubieten. Insgesamt soll dabei auch die globale Präsenz von Square erweitert werden, da BNPL in Europa und Afterpays Heimatmarkt Australien immer mehr an Popularität gewinnt.Während der Preis von 29 Milliarden Dollar happig erscheint, soll der Deal laut Square schnell zum Wachstum des Bruttogewinns führen. Der Preis ist definitiv kein Schnäppchen, aber die langfristigen Vorteile scheinen die kurzfristigen Bewertungsbedenken zu überwiegen.

Die ersten Reaktionen der Wall Street auf die Transaktion waren positiv. Das kombinierte Unternehmen bringt, ist das nächste Wachstumsfeld für Square. Die Lücke oder der Vorsprung gegenüber Paypal könnte geschlossen werden. Square hat das Zeug ein skaliertes zweiseitiges Netzwerk zu werden, das die Cash-App für Verbraucher und dem Händler verbindet.

BNPL erfreut sich zunehmender Beliebtheit, da die Zinssätze extrem niedrig sind, was die Kosten für die Verbraucher senkt. Mittlerweile sind auch andere Fintech-Apps in den Markt eingetreten. Kleinere spezialisierte Firmen wie Affirm, aber auch der Platzhirsche wie PayPal bieten mittlerweile Angebote in diesem Bereich an. Jüngsten Medienberichten zufolge entwickelt auch Apple einen BNPL-Dienst.

Dennoch sind die BNPL-Aktien in diesem Jahr eher schwach gewesen. Die Afterpay Aktie verlor bis zum Übernahmeangebot knapp 17 % und Affirm 42 % an Wert. Der Sektor wird vor allem dadurch belastet, dass die günstigen Marktbedingungen - niedrige Zinssätze und ein weitgehend unkritisches regulatorisches Klima - nicht von Dauer sein könnten. Afterpay ist in Australien bereits mit einigen behördlichen Auflagen konfrontiert worden. Vorerst könnte der Square Deal eine Konsolidierungswelle auslösen, da andere Technologie- und Finanzunternehmen versuchen, sich in BNPL zusammenzuschließen.

BNPL in der Kritik

Die Regierung Biden wird sich wahrscheinlich für mehr Verbraucherschutz einsetzen als die republikanische Regierung von Donald Trump. Ein Papier, der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, der globalen Zentralbanken und Regulierungsbehörden fordert, dass Fintechs stärker (wie Banken) reguliert werden sollten. Das Papier argumentiert, dass die Aufsichtsbehörden die potenziellen Auswirkungen von Big Tech auf den Finanzsektor untersuchen müssen und dass „spezifische Schutzmaßnahmen" erforderlich sein könnten.

BNPL kann eine Phase höherer Zinssätze überstehen, weil die Händler weiterhin kurzfristige Null-Prozent-Kredite subventionieren werden, um die Umsätze zu steigern. BNPL macht derzeit nur 2 % des gesamten Zahlungsverkehrsmarktes aus und lässt viel Raum für Wachstum.

Es bleibt abzuwarten, wie Einzelhändler, Konsumenten und Bankenaufsichtsbehörden sich in Zukunft positionieren.

Affirm auch ein Übernahmekandidat?

Affirm gab gestern eine Partnerschaft mit Apple bekannt, um ein „Jetzt kaufen, später bezahlen"-Programm für Apple-Geräte in Kanada anzubieten.Affirm plant, demnach die Option anzubieten, iPhones, Macs und iPads über einen Zeitraum von 12 oder 24 Monaten abzubezahlen. Der BNPL-Plan soll für diese begrenzte Zeit zinsfrei sein.

Die Affirm-Aktien fielen letzten Monat aufgrund von Berichten, dass Apple und Goldman Sachs an einem sogenannten BNPL-Dienst namens Apple Pay Later arbeiten. Die am Dienstag gemeldete Partnerschaft könnte darauf hindeuten, dass der Tech-Gigant die Angebote von Affirm für wertvoll hält - zumindest in Kanada.

Wie könnte es für die Affirm Aktie weitergehen?

Erst im Januar 2021 ging es für Affirm an die Börse. Die Aktie begann den Handel bei 90,90 USD pro Aktie, nachdem der Ausgabepreis bei 49 USD pro Stück festgesetzt wurde. Nach einem weiteren Anstieg im Februar auf über 146 USD kam der große Sell-Off. Die Affirm Aktie verlor in Folge dieses Abverkaufs knapp 70% und fiel auf 46,11 USD. Seither stabilisiert sich die Aktie und versuchte in den letzten beiden Tagen den Widerstand bei 70,44 USD zu attackieren. Ein Anstieg über diesen Punkt könnte weitere Kursgewinne in Richtung 79,21 USD mit sich bringen und auch eine inverse SKS-Formation aktivieren, die die Aktie wieder in Richtung des Allzeithochs bei 146,70 USD führen könnte. Unter 54,09 USD wird die kurzfristige Stabilisierung aber gefährdet und ein Abverkauf auf das Mai-Tief bei 46,11 USD möglich. Unter dem Mai-Tief wäre sogar Notierungen, um die 20 USD möglich.  

Quelle: CMC Markets Plattform, Tageschart, 04.08.21

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